Museum

Prager-Haus - Erinnerung an jüdisches Leben in Thüringen

Bernhard-Prager-Gasse 8, 99518 Apolda

Highlights

  • Das Prager Haus in Apolda erinnert seit 2008 mit einem Gedenkort an die Familie Prager, Opfer des Nationalsozialismus.
  • Trickfilm ‚Schicksalsbote‘ und Audio-Stolpersteinführung entstanden in Kooperation mit der Bauhaus-Universität Weimar.
  • Literarische Arbeiten basieren auf akribischer Recherche zur jüdischen Geschichte Thüringens.

Tipps

  • Die Ausstellung zeigt originale Gegenstände und Dokumente, die Einblicke in das Leben jüdischer Familien in Thüringen vor und während der NS-Zeit ermöglichen.
  • Die interaktive Audioführung mit kurzen Hörstücken vertieft die historischen Zusammenhänge durch persönliche Schicksale und lokale Bezüge.
  • Die Kombination aus Trickfilm und literarischen Texten bietet alternative Zugänge zur Geschichte und fördert ein differenziertes Verständnis der Ereignisse.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Jüdisches Leben in Apolda – Prager Haus Museum

Das Prager-Haus – Erinnerung an jüdisches Leben in Thüringen in Apolda ist ein bewegendes Zeugnis der regionalen jüdischen Geschichte und ein Ort der Aufklärung und des Gedenkens. Das Projekt entstand als würdige Erinnerung an die Familie Prager, deren Schicksal eng mit der Stadt verbunden war. Seit 2008 erinnert eine symbolische Gedenkstätte vor dem historischen Haus an die Vertreibung und Ermordung jüdischer Familien während der NS-Zeit. Durch die enge Zusammenarbeit mit Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar wurde das Projekt um kulturelle und künstlerische Elemente erweitert, die das Erbe der jüdischen Gemeinschaft lebendig halten.

Im Mittelpunkt stehen der Trickfilm „Schicksalsbote“ sowie eine interaktive Stolperstein-Audioführung, die Besucher:innen auf eine emotionale Reise durch die Geschichte der Prager-Familie und weiterer jüdischer Apoldaer:innen mitnimmt. Die audiovisuellen Beiträge verbinden historische Fakten mit persönlichen Schicksalen und schaffen so eine nachhaltige Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Besonders wertvoll ist dabei die wissenschaftliche Sorgfalt, mit der die Recherchen durchgeführt werden – sie garantieren eine authentische und respektvolle Darstellung der Ereignisse.

Das Prager-Haus dient nicht nur als Gedenkort, sondern auch als Ort des Lernens und der Auseinandersetzung. Durch literarische Veröffentlichungen und pädagogische Angebote wird das Bewusstsein für das jüdische Leben in Thüringen gestärkt. Die Initiative zeigt, wie lokale Geschichte durch kreative und partizipative Formate lebendig gehalten werden kann. Besonders die Nähe zur Bauhaus-Universität unterstreicht den Anspruch, Kunst, Wissenschaft und Erinnerungskultur zu verbinden – ein Ansatz, der das Projekt einzigartig in der Region macht.

Für Besucher:innen bietet das Prager-Haus eine berührende Möglichkeit, sich mit den Spuren der jüdischen Vergangenheit in Apolda auseinanderzusetzen. Die Kombination aus Gedenkstätte, Kunst und Bildung macht den Ort zu einem wichtigen Station in der kulturellen Landschaft Thüringens. Wer sich für die Geschichte der Verfolgung, aber auch für die kulturelle Vielfalt der Region interessiert, findet hier eine würdige und informierende Begegnung mit der Vergangenheit.

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