Kirche/Kloster

Zu der Vierzehn Heiligen Süßenborn

Pfarrbereich Weimar I (Lukas Cranach, 99425 Kirchweg 2

Highlights

  • Die Kirche ‚Zu den Vierzehn Heiligen Süßenborn‘ besitzt eine Sakramentsnische aus gotischer Zeit, die heute vom Kanzelaltar verdeckt wird.
  • Die 1866 von Adalbert Foertsch erbaute Orgel erhielt 2010 nach Restaurierung einen neugotischen Prospekt und wurde wieder eingeweiht.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang über den Kirchweg ermöglicht einen ungehinderten Besuch für alle Gäste.
  • Die restaurierte Orgel aus dem Jahr 2010 bietet bei Gottesdiensten und Konzerten eine historische Klangqualität.
  • Im Sakristeiraum befindet sich ein romanischer Ostturm mit originalen Schallöffnungen aus gotischer Zeit.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Vierzehn Heilige Süßenborn – Sakrale Schätze Kirchweg 2

Die evangelische Kirche „Zu der Vierzehn Heiligen Süßenborn“ am Kirchweg 2 ist ein historisches Juwel im Herzen des Ortes und ein bedeutendes Zeugnis sakraler Baukunst. Das Gebäude vereint romanische und gotische Elemente, die sich in der Architektur und Ausstattung widerspiegeln. Besonders auffällig ist der schmale Ostturm mit seinen romanischen Schallöffnungen im Obergeschoss, der auf Reste eines Apsisanbaus hinweist. An der Innenwand befindet sich eine Sakramentsnische aus gotischer Zeit, die heute hinter dem Kanzelaltar verborgen liegt – ein selten erhaltenes Detail, das auf die lange Geschichte der Kirche verweist.

Ein zentraler Blickfang ist die Orgel, die 1866 von Adalbert Foertsch erbaut und im 20. Jahrhundert mit einem neugotischen Prospekt versehen wurde. Nach einer umfangreichen Restaurierung 2010 wurde sie mit einem Fest wieder eingeweiht und bereichert bis heute die Gottesdienste mit ihrem Klang. Der Sakristeiraum, mit seinen Abmessungen von 2,90 Metern Länge und 3,90 Metern Breite, beherbergt zudem den Turm und zeigt die handwerkliche Meisterleistung vergangener Epochen. Die Kirche war in der Vergangenheit durch Witterungseinflüsse bedroht, doch durch den Einsatz der Gemeinde wurde 1987/88 das Dach neu gedeckt und das Kirchenschiff vor weiterem Verfall gerettet.

Die Außenfassade erhielt später einen neuen Putz, während der Turmkopf 2002 mit dem Aufzug des Turmknopfes und der vergoldeten Wetterfahne restauriert wurde – ein Symbol für die Wiederherstellung der historischen Pracht. Die Kirchturmuhr aus dem Jahr 1885, die einst stillstand, wurde 2006 von einem örtlichen Schlosser wieder instand gesetzt und schlägt seitdem mit ihren zwei Glocken die Stunden. Die Kirche ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein lebendiges Denkmal der regionalen Kirchengeschichte, das durch die engagierte Arbeit der Gemeinde bis heute bewahrt wird.

Seit 2006 erinnert eine Feininger-Tafel auf dem Dorfplatz an diese künstlerische Auseinandersetzung – ein Zeichen für die kulturelle Bedeutung der Kirche über die Grenzen Süßenborns hinaus. Mit ihrer Mischung aus sakraler Geschichte, handwerklicher Tradition und künstlerischer Inspiration ist die Kirche ein faszinierender Ausflugsort für alle, die sich für regionale Kultur und sakrale Baukunst interessieren.

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