Hellefelder Höhe
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Hellefelder Höhe in Arnsberg umfasst 72,2 Hektar und schützt Buchenwälder sowie Fließgewässer.
- Es dient der Erhaltung seltener Pflanzen- und Tierarten und ist Teil des Natura 2000-Netzwerks.
- Im NSG finden sich naturnahe Quellbäche und Umwandlungsflächen von Fichten- zu Laubwäldern.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet Hellefelder Höhe eignet sich für Naturliebhaber, die ruhige Wanderungen in einem bewaldeten Gebiet mit Quellbächen und seltenen Pflanzenarten erleben möchten.
- Besucher sollten sich an die markierten Wege halten, um die empfindlichen Biotope und Wildniszonen nicht zu stören.
- Ein Besuch lohnt sich besonders im Frühjahr, wenn seltene Arten wie das Gegenblättrige Milzkraut oder der Rippenfarn zu finden sind.
Eigenschaften
Über Hellefelder Höhe
Die Hellefelder Höhe ist ein Naturschutzgebiet im Hochsauerlandkreis, das zur Stadt Arnsberg gehört. Es umfasst eine Fläche von rund 72 Hektar und wurde rechtskräftig unter Naturschutz gestellt. Das Gebiet liegt im Regierungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen und zählt zu den besonders schutzwürdigen Landschaftsbereichen der Region. Es erstreckt sich in unmittelbarer Nähe zum Freienohler Wald und grenzt an das Waldreservat Obereimer, was seine ökologische Bedeutung unterstreicht.
Im Zentrum des Naturschutzgebiets stehen der Erhalt und die Entwicklung naturnaher Buchenwaldgesellschaften im Vordergrund. Ein besonderes Ziel ist der Umbau ehemaliger Fichtenbestände hin zu standortgerechten Laubholzflächen. Teilweise fließen die Schutzmaßnahmen in das übergeordnete Konzept des Europäischen Schutzgebietssystems „Natura 2000“ ein. Die Sicherung von Wildnisgebieten innerhalb des NSG trägt dazu bei, ungestörte Naturräume langfristig zu erhalten.
Ein ökologisch wertvoller Bestandteil des Gebiets sind die Quellbäche im Norden der Hellefelder Höhe, insbesondere im Bereich der sogenannten Dehlsiepen. Diese von Fichtenforsten umgebenen, naturnahen Gewässerabschnitte weisen eine hohe ökologische Wertigkeit auf. Sie sind von geschützten Ufergehölzen gesäumt und beherbergen verschiedene seltene Pflanzen- und Tierarten. Zu den schutzwürdigen Biotoptypen zählen unter anderem Quellbäche, Erlen-Ufergehölze sowie feuchte Waldstandorte mit typischen Arten wie Gegenblättrigem Milzkraut, Großem Dornfarn und Winkel-Segge.
Das Naturschutzgebiet schützt zudem Lebensräume, die gemäß § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes von besonderer Bedeutung sind. Dazu gehören unter anderem naturnahe Fließgewässer und ihre Ufervegetation. Tierarten wie die Schwarz-Erle sowie verschiedene Moose und Krautschichtpflanzen profitieren von den hier ergriffenen Schutzmaßnahmen. Die Umwandlung nicht bodenständiger Gehölze in naturnahe, bodenständige Bestände ist eine zentrale Maßnahme zur Erhaltung der ökologischen Funktionalität des Gebiets.