Denkmal/Gedenkstätte

Kiebitzwiese

Werner-von-Siemens-Straße, 58730 Fröndenberg/Ruhr

Highlights

  • Die Kiebitzwiese in Fröndenberg ist ein 46 Hektar großes Naturschutzgebiet mit vernässten Auenlandschaften, das seit 2002 unter Schutz steht.
  • Heckrinder und seltene Vogelarten wie Störche und Kiebitze prägen seit 2009 die artenreiche Landschaft der ehemaligen Auenwiesen an der Ruhr.
  • Der Aussichtspunkt bietet Einblicke in die historische Entwicklung des Gebiets, inklusive Informationstafeln zu Industriekultur und Naturschutz.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Kiebitzwiese Fröndenberg/Ruhr

Die Kiebitzwiese in Fröndenberg/Ruhr ist ein faszinierendes Naturschutzgebiet, das sich als lebendige Verbindung von Industriegeschichte und natürlicher Auenlandschaft präsentiert. Ursprünglich als Teil der ehemaligen Papierfabrik Himmelmann entstanden, wurde das Gebiet in den frühen 2000er Jahren zu einem Schutzgebiet umgewandelt. Heute bietet es eine artenreiche Flora und Fauna, darunter seltene Vogelarten wie Störche, Reiher und Kiebitze sowie eine Herde von Heckrindern, die als natürliche Landschaftspfleger wirken. Die Vernässung des Geländes seit 2011 hat die typischen Feuchtwiesen wiederhergestellt und schafft ein Refugium für bedrohte Tierarten.

Ein besonderes Highlight ist der zentrale Aussichtspunkt, von dem aus Besucher das Naturschutzgebiet überblicken können. Erläuternde Informationstafeln informieren über die historische Entwicklung der Kiebitzwiese, die Verbindung zur Ruhr und die Bedeutung der Heckrinder als Nachfahren der einst ausgestorbenen Auerochsen. Die Wege führen durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Teichen, Wassergräben und offenen Wiesen – ideal für Wanderer und Naturliebhaber. Das Gebiet ist Teil des RuhrtalRadwegs und der Zabel-Route, sodass es sich perfekt für eine kombinierte Rad- und Wanderetappe eignet.

Die Kiebitzwiese liegt in unmittelbarer Nähe zum Himmelmannpark, der als Industriedenkmal die Spuren der ehemaligen Papierfabrik bewahrt. Der markante „Fröndenberger Trichter“, ein 14 Meter hoher Trichterstofffänger aus den 1950er Jahren, zeugt von der technischen Innovation der Region. Beide POIs ergänzen sich ideal: Während die Kiebitzwiese Naturerlebnis und Schutzgebiet verkörpert, bietet der Himmelmannpark Einblicke in die industrielle Vergangenheit. Die Kombination aus Kulturdenkmal und Landschaftsschutzgebiet macht die Kiebitzwiese zu einem einzigartigen Ausflugsziel für alle, die Geschichte, Natur und Erholung verbinden möchten.

Das Naturschutzgebiet ist eingezäunt und kann nur über ausgewiesene Wanderwege sowie den Aussichtspunkt erkundet werden. Trotz der geschützten Umgebung bietet die Kiebitzwiese eine entspannte Atmosphäre mit ruhigen Deichwegen und weiten Blickachsen auf die Ruhr. Besonders für Familien und Kinder ist das Gebiet attraktiv, da die Heckrinder und Vögel neugierig beobachten lassen. Mit einer Fläche von rund 46 Hektar ist die Kiebitzwiese ein kleines Juwel der Auenlandschaft im Ruhrgebiet – ein Ort, der zeigt, wie Natur und Kultur Hand in Hand gehen können.

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