Wimberner Bach
Highlights
- Seit 2006 ist das Gebiet Teil des FFH-Gebietes Lürwald und Bieberbach und beherbergt unter anderem Eisvogel, Schwarzstorch und Kammmolch.
- Das NSG besteht aus zwei Teilflächen und grenzt direkt an das Naturschutzgebiet Lürwald im Süden.
Tipps
- Das Gelände umfasst zwei Teilflächen, die nördlich und südlich des Ortes Wimbern gelegen sind.
- Der Wimberner Bach verfügt über naturnahe Abschnitte mit Kiesbänken, Steilufern und Stillwasserzonen.
- Erlengaleriewälder und Fichten säumen den Bachlauf und bieten Lebensraum für seltene Arten.
Eigenschaften
Über Wimberner Bach
Das Naturschutzgebiet Wimberner Bach liegt im Gemeindegebiet von Wickede im Kreis Soest in Nordrhein-Westfalen. Es umfasst eine Fläche von rund 13 Hektar und gliedert sich in zwei Teilflächen. Das Gebiet erstreckt sich südlich und nordöstlich des Ortsteils Wimbern und grenzt im Westen und Süden direkt an die Kreisgrenze. Seit seiner Ausweisung ist es Teil des Landschaftsplans Ense-Wickede und steht unter Naturschutz.
Der Wimberner Bach durchzieht das Gelände als naturnaher, mäandrierender Mittelgebirgsbach. Geprägt von Kiesbänken, Steilufern und Stillwasserzonen, bietet er Lebensraum für eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten. Die Uferbereiche sind stellenweise von Erlengaleriewäldern und Fichten bestanden, während die Auenlandschaft teilweise als Wirtschaftsgrünland genutzt wird. Diese Mischung aus natürlichen Strukturen und landwirtschaftlicher Nutzung prägt das Landschaftsbild des Gebietes.
Das Naturschutzgebiet beherbergt verschiedene geschützte Tierarten, darunter Kammmolch, Bachneunauge und Groppe. Auch einige nach Anhang II der FFH-Richtlinie geschützte Vogelarten wie Eisvogel, Wespenbussard, Mittelspecht, Grauspecht, Schwarzstorch, Neuntöter und Rotmilan wurden nachgewiesen. Aufgrund seiner ökologischen Bedeutung ist das Gebiet sowohl in das FFH-Gebiet Lürwald und Bieberbach als auch in das Europäische Vogelschutzgebiet Lürwald und Bieberbach eingebunden.
Der Schwerpunkt des Schutzzwecks liegt auf der Erhaltung des naturnahen Flusslaufes samt seiner Auenbereiche sowie dem darin lebenden Arteninventar. Neben der ökologischen Funktion wird das Gebiet auch wegen seiner Seltenheit, besonderen Eigenart und landschaftlichen Schönheit unter Naturschutz gestellt. Ziel ist es, die natürlichen Strukturen und Prozesse langfristig zu erhalten und zu fördern.