Denkmal/Gedenkstätte

teamwork-schoenfuss

Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße 16, 01454 Radeberg-Lotzdorf

Highlights

  • Renate Schönfuß-Krause dokumentierte 2024 die letzte Bahnwärter-Familie der Sächsisch-Schlesischen Eisenbahn in Radeberg-Lotzdorf.
  • Wilhelm und Pauline Riemer prägten mit ihrem Gasthof Lotzdorf als lokale Legende die Geschichte des Ortes seit dem 19. Jahrhundert.

Tipps

  • Die Wanderausstellung ‚frauenorte sachsen‘ zeigt bis Ende Mai 24 sächsische Frauenpersönlichkeiten mit historischen Biografien und Kontexten auf informativen Tafeln.
  • Ein besonderer Fokus liegt auf lokalen Persönlichkeiten wie Charlotte Meentzen, die als Unternehmerin und Pädagogin die Entwicklung moderner Naturkosmetik prägte.
  • Die Präsentation verbindet wissenschaftliche Recherche mit anschaulichen Abbildungen und bietet Einblicke in das Leben und Wirken regionaler Frauen seit dem 19. Jahrhundert.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Lotzdorf: Teamwork Schönfuß entdecken

Das teamwork-schoenfuss in Radeberg-Lotzdorf ist ein kulturelles Ausflugsziel, das sich mit der lokalen und regionalen Geschichte sowie der Bedeutung von Frauen in Sachsen auseinandersetzt. Im Mai 2025 wurde hier die Wanderausstellung *„frauenorte sachsen“* der Agentur für Arbeit Dresden eröffnet, die bis zum Ende des Monats besucht werden konnte. Die Ausstellung würdigt 24 herausragende sächsische Frauenpersönlichkeiten aus verschiedenen Epochen und Berufsfeldern – von Unternehmerinnen über Wissenschaftlerinnen bis hin zu Künstlerinnen. Besonders prägend war dabei die Präsentation von Charlotte Meentzen, die als Unternehmerin, Pädagogin und Wegbereiterin moderner Naturkosmetik gilt, sowie von Gertrud Seltmann-Meentzen, deren Lebenswerk ebenfalls thematisiert wird.

Ein zentraler Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Verbindung von regionaler Geschichte und weiblicher Lebensleistung. So wird etwa die Familie Schönfuß-Krause erwähnt, deren Geschichte eng mit Radeberg-Lotzdorf verknüpft ist. Renate Schönfuß-Krause hat in ihrer Familienchronik die Entwicklung der Linie seit dem 16. Jahrhundert dokumentiert und dabei auch die Auswanderungsbewegungen der Region nach Nordamerika beleuchtet. Die Ausstellung zeigt, wie Frauen wie die letzte Bahnwärter-Familie des Ortes – im Kontext der Sächsisch-Schlesischen Eisenbahn – trotz gesellschaftlicher Barrieren ihren Platz in der Geschichte fanden. Durch historische Abbildungen und wissenschaftlich fundierte Texte wird ein lebendiges Bild der lokalen Vergangenheit vermittelt.

Das teamwork-schoenfuss verbindet damit nicht nur kulturelle Bildung mit regionalem Stolz, sondern setzt auch ein Zeichen für die Sichtbarkeit von Frauen in der Geschichtsschreibung. Die Ausstellung ist Teil eines größeren Projekts des Landesfrauenrats Sachsen, das sich seit Jahren für die Aufarbeitung und Würdigung weiblicher Biografien einsetzt. Besonders beeindruckend ist die Verbindung von Alltagsgeschichte – etwa durch die Darstellung der Gasthof-Betreiberin Pauline Riemer in Lotzdorf – mit überregional bedeutsamen Persönlichkeiten wie der Philologin Charlotte Rinkefeil-Kirchner. So entsteht ein facettenreiches Bild von Radeberg-Lotzdorf als Ort, an dem Geschichte lebendig wird.

Wer sich für die kulturelle Identität der Region interessiert, findet im teamwork-schoenfuss nicht nur eine Ausstellung, sondern auch eine Einladung, die eigenen Wurzeln und die Rolle von Frauen in der sächsischen Geschichte neu zu entdecken. Die Präsentation zeigt, wie lokale Geschichten mit überregionalen Themen verknüpft werden können – etwa durch die Verbindung von Auswanderungsbewegungen, industrieller Entwicklung und dem Wirken von Frauen in Handwerk und Wissenschaft. Die Ausstellung bleibt damit ein wichtiger Beitrag zur kulturellen Bildung und zur Aufarbeitung der regionalen Vergangenheit.

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…