Gelbke-Hain
Highlights
- Der Gelbke-Hain ist eine 1,5 Hektar große Parkanlage in Radeberg am Lauf der Großen Röder.
- Benannt wurde er nach dem 1846 in Radeberg geborenen Komponisten Johannes Gelbke.
- Der Park entstand ab 1883 und wurde 1946 zum 100. Geburtstag Gelbkes offiziell umbenannt.
Tipps
- Der Gelbke-Hain eignet sich gut zum Verweilen direkt am Ufer der Großen Röder mit Sitzgelegenheiten im gepflegten Park.
- Die Parkanlage ist überdacht durch Laubbäume wie Ahorn, Linde und Ulme, im Osten gibt es Rhododendren.
- Neben der Natur kann man historische Elemente wie das ehemalige Pumpwerkgrundstück entdecken.
Eigenschaften
Über Gelbke-Hain
Der Gelbke-Hain ist eine etwa 1,5 Hektar große Parkanlage in der Stadt Radeberg im sächsischen Kreis Bautzen. Die Grünfläche erstreckt sich entlang des Laufs der Großen Röder und bildet einen städtischen Ruhepol mit leichtem Bezug zur Natur. Benannt ist der Park nach dem Komponisten, Chorleiter und Sänger Johannes Gelbke, der in Radeberg geboren wurde und hier seine Kindheit verbrachte. Die Namensgebung erfolgte zu dessen hundertjährigem Geburtstag im Jahr 1946, als der Park offiziell als „Sängerhain Johannes Gelbke“ eingeweiht wurde. Im Laufe der Zeit verkürzte sich der Name zum heutigen „Gelbke-Hain“.
Die Lage des Parks ist geprägt durch seine Uferposition an der Großen Röder. Im Nordwesten wird das Areal durch die Hospitalbrücke und die Dresdner Straße begrenzt, im Osten durch eine weitere Brücke sowie die Dr.-Albert-Dietze-Straße. Südwestlich grenzt die renaturierte Fläche des ehemaligen Kulturhauses Maxim Gorki an den Hain an. Diese Fläche wurde im Zuge von Umgestaltungsmaßnahmen zu Wiesenfläche umgewandelt und mit verschiedenen Baumarten, darunter Vogel-Kirschen, neu bepflanzt.
Die Parkanlage ist von einem lockeren Bestand an Laub- und Laubmischwäldern geprägt. Zu den häufigsten Baumarten zählen Spitz- und Berg-Ahorn, ergänzt durch Linden, Ulmen und Schwarz-Erlen. Am Rande des Flussufers wachsen zudem Weiden. Im östlichen Teil des Gelbke-Hains wurden Rhododendren gepflanzt, die im Frühjahr ein farbenfrohes Bild bieten. Die gepflegte Anlage verfügt über zahlreiche Sitzgelegenheiten und lädt zum Verweilen und zur Erholung ein. Besonders beliebt ist die Möglichkeit, sich direkt am Flussufer aufzuhalten, wenngleich der Lärm der nahen Hauptstraße bis in den Park hinein zu hören ist.
Die Geschichte des Gelbke-Hains reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Ursprünglich war das Gelände eine landwirtschaftlich genutzte Fläche. Mit dem Bau der Sächsisch-Schlesischen Eisenbahn wurde hier eine Pumpstation errichtet, die bis 1908 Bestand hatte und zur Wasserversorgung der Lokomotiven diente. Danach diente das Fundament der ehemaligen Pumpstation als Podium für kulturelle Veranstaltungen. Ab etwa 1883 wurde das Areal als öffentlicher Promenadenpark gestaltet. Nach einem Zustand des Verfalls in der Zeit der Wende wurde der Park 1993 durch Mitarbeiter der Firma ABS Elektrotechnik Dresden umfassend saniert. Seitdem wird die Anlage durch ehrenamtliches Engagement sowie städtische und schulische Initiativen gepflegt.
Der Gelbke-Hain steht für eine gelungene Verbindung aus städtischem Grün, kultureller Erinnerung und landschaftlicher Nähe. Die Parkanlage ist sowohl für Spaziergänge als auch für ruhige Pausen geeignet und bietet einen Ausgleich zum Alltagsstress. Die Kombination aus gepflegten Grünflächen, Baumbestand und Flusslage machen den Gelbke-Hain zu einem markanten Ort im Stadtbild von Radeberg.