Burgruine Neurandsberg
Highlights
- Die Burgruine Neurandsberg wurde als Sitz eines der ältesten Adelsgeschlechter im Bayerischen Wald erbaut.
- Heute dient die neu eröffnete Burgmuseum in Rattenberg zur Präsentation von Fundstücken und Geschichte der Burg.
- Jährlich findet am 15. August das Burgspektakel mit mittelalterlichem Lagerleben, Kinderprogramm und Burgführungen statt.
Tipps
- Die Burgruine Neurandsberg ist frei zugänglich und bietet eine schöne Aussicht sowie informative Tafeln vor Ort.
- Am 15. August findet ein mittelalterliches Burgspektakel mit Bewirtung, Kinderprogramm und Führungen statt.
- Die nahegelegene Wallfahrtskirche bildet zusammen mit der Ruine einen idealen Ausgangspunkt für Wanderungen.
Eigenschaften
Über Burgruine Neurandsberg
Die Burgruine Neurandsberg befindet sich oberhalb der Gemeinde Rattenberg im Landkreis Straubing-Bogen in Bayern. Die historische Anlage wurde im Mittelalter als Nebensitz einer Linie der Adelsfamilie Ramsperger errichtet und zählt zu den bedeutenden Zeugnissen der regionalen Geschichte. Ursprünglich als befestigte Wohn- und Wehranlage konzipiert, wechselte der Besitz der Burg im Laufe der Jahrhunderte mehrfach die Hände. Im Zuge politischer Auseinandersetzungen im 15. Jahrhundert wurde die Veste schließlich vom herzoglichen Amt übernommen und diente fortan unter anderem als Gefängnis.
Heute präsentiert sich die Ruine nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten, die vom gleichnamigen Förderverein initiiert und größtenteils ehrenamtlich umgesetzt wurden. Die Burg ist frei zugänglich und bietet Besucherinnen und Besuchern nicht nur architektonische Einblicke in das Leben des Mittelalters, sondern auch eine eindrucksvolle Aussicht über das Tal und das Dorf Rattenberg. Informative Tafeln am Gelände erläutern die Geschichte der Anlage sowie archäologische Funde, die während der Arbeiten geborgen wurden.
Ein besonderes Highlight ist das alljährlich am 15. August stattfindende Burgspektakel, das mit mittelalterlichem Lagerleben, Kinderprogramm, historischem Schießen mit einem Tribock-Katapult sowie kulinarischen Angeboten verbunden ist. Die Veranstaltung wird vom Förderverein organisiert und ist kostenfrei zugänglich. Daneben dient die Ruine als kultureller Ankerpunkt im Ort – ergänzt durch das neu eingerichtete Burgmuseum im Dorfzentrum von Rattenberg, in dem Exponate aus den Grabungen gezeigt werden.
Die Burg vereint somit Denkmalpflege, kulturelle Bildung und regionale Identität. Ihre Lage direkt über Rattenberg macht sie zu einem markanten Teil der Ortsbildprägung, während die Bemühungen des Vereins dafür sorgen, dass die Anlage langfristig als lebendiger Ort der Begegnung mit Geschichte wahrgenommen wird.