Kapuzinerkirche St. Elisabeth
Highlights
- Die Kapuzinerkirche St. Elisabeth in Aschaffenburg wurde 1626 erbaut und diente bis 2010 als Klosterkirche der Kapuziner.
- 1813 brannte das Kloster während der Napoleonischen Kriege nieder, wurde aber 1814 wiederaufgebaut.
- Seit 2013 beherbergt die Kirche die Franziskanische Gemeinschaft von Betanien, die dort Seelsorge und Gottesdienste anbietet.
Tipps
- Der Außenbereich inklusive Blumengarten ist besonders im Frühjahr sehenswert.
Eigenschaften
Über Kapuzinerkirche St. Elisabeth
Die Kapuzinerkirche St. Elisabeth in Aschaffenburg ist eine bedeutende sakrale Baukunst und ehemalige Klosterkirche, die bis 2010 vom Kapuzinerorden getragen wurde. Errichtet auf dem Gelände „Auf dem Schutz“ unweit des Schlossgartens, wurde sie ursprünglich 1626 als Teil eines von Kurfürst Johann Schweikhard von Cronberg initiierten Klosterneubaus geweiht. Die Kirche diente über Jahrhunderte als Zentrum religiösen Lebens, war zeitweise Lazarett und fiel 1813 einem Brand opfer, der durch unvorsichtige Handhabung mit offenem Licht ausbrach. Der Wiederaufbau erfolgte bereits ein Jahr später, wobei die heutige Kirchenstruktur ihren Ursprung in den Plänen des Architekten Friedrich Ritter von Thiersch aus dem frühen 20. Jahrhundert hat.
Die Architektur der Kirche vereint Elemente des Neuromanischen und Neobarock und zeigt eine klare Ost-West-Ausrichtung. Das Langhaus mit seinen niedrigen, gewölbten Kapellen sowie die Sakristei im ehemaligen Chorraum zeugen von einer durchdachten räumlichen Anordnung. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Hochaltar, der nach Vorbildern der frühromanischen Südfrankreich gestaltet wurde und von Jakob Hoffmann in grauem Naturstein realisiert wurde. Über der Altarnische thront eine Holzplastik der heiligen Elisabeth von Thüringen, flankiert von Figuren der heiligen Klara und der seligen Veronica Giuliani. Ein weiteres Highlight ist der vom Würzburger Silberschmied Josef Amberg gefertigte Tabernakel, dessen kunstvolle Gestaltung mit halbkreisgestellten Säulen und durchbrochenem Kugelgewölbe die liturgische Ausstattung unterstreicht.
Die Kirche beherbergt zudem das Schnitzelbaumer Altarbild aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, das den heiligen Franziskus von Assisi darstellt. Seit 2013 wird das Gebäude von der Franziskanischen Gemeinschaft von Betanien genutzt, die hier eine lebendige Gemeinschaft mit regelmäßig stattfindenden Gottesdiensten und Beichtgelegenheiten etabliert hat. Die Sakramente, insbesondere die sonntäglichen Feiern, ziehen viele Besucher an, darunter auch Familien, die Sakramente wie die Taufe in diesem feierlichen Rahmen begehen. Gäste loben die liebevolle Atmosphäre sowie den gepflegten Außenbereich mit einem besonders im Frühjahr blühenden Blumengarten. Kritik gibt es vereinzelt am Umgang einzelner Pfarrmitglieder, ohne dass konkrete Gründe öffentlich gemacht würden.
Die Kapuzinerkirche St. Elisabeth steht in enger Verbindung zur Stadtgeschichte Aschaffenburgs und bildet weiterhin einen wichtigen Anlaufpunkt für Gläubige und Interessierte. Ihre Lage nahe des Schlosses Johannisburg unterstreicht ihre kulturelle wie geistliche Bedeutung im Stadtbild. Die Kirche bleibt ein Ort der Andacht, des Gebets und der Begegnung – sowohl für Einheimische als auch für Besucher der Region.