Denkmal/Gedenkstätte

Otto Wolfsthal

63739 Aschaffenburg

Tipps

  • Der Otto-Wolfsthal-Platz wurde 1984 als Gedenkstätte für die ehemalige Synagoge und die in Aschaffenburg gelebten Juden angelegt.
  • Der Platz trägt den Namen des jüdischen Bankiers Otto Wolfsthal, der mit sechs Glaubensgenossen vor der Reichsprogromnacht fliehen musste.
  • Der Platanenhain auf dem ehemaligen Synagogengelände dient als Mahnmal gegen das Vergessen der NS-Zeit und des jüdischen Lebens in der Stadt.

Eigenschaften

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Über Otto Wolfsthal

Der Otto-Wolfsthal-Platz in Aschaffenburg ist ein Gedenkpark, der an die zerstörte jüdische Synagoge erinnert, die einst an dieser Stelle stand. Der Platz wurde nach Otto Wolfsthal benannt, einem jüdischen Bankier, der zusammen mit weiteren Glaubensgenossen aus der Stadt vertrieben wurde. Die Fläche, die heute von Platanen überschattet wird, dient seit 1984 als stille Erinnerungsstätte an die jüdische Gemeinde von Aschaffenburg und ihre Geschichte vor und während der nationalsozialistischen Zeit.

Der Gedenkpark liegt im Stadtgebiet von Aschaffenburg im bayerischen Landkreis Aschaffenburg. Die Anlage ist Teil der städtischen Grünflächen und zugleich ein Ort des Gedenkens und der Auseinandersetzung mit der regionalen Geschichte. Die ehemalige Synagoge, die an dieser Stelle existierte, wurde während der Reichspogromnacht zerstört. Heute erinnert lediglich der nach Otto Wolfsthal benannte Platz sowie die Bepflanzung mit Bäumen an die einst blühende jüdische Gemeinschaft der Stadt.

Die Gestaltung des Parks folgt dem Konzept einer schlichten, naturnahen Gedenkstätte. Platanen säumen den Platz und schaffen eine Atmosphäre der Ruhe und Besinnung. Die einfache, zurückhaltende Gestaltung unterstreicht den erinnerungspolitischen Charakter des Ortes. Besucher*innen finden hier keinen musealen Zugang zur Geschichte, sondern einen offenen Raum, der zum Verweilen und Nachdenken einlädt. Die Abwesenheit monumentaler Formen verstärkt die symbolische Kraft der Stelle.

Der Otto-Wolfsthal-Platz wird von Besucher*innen als gelungene Form des Gedenkens wahrgenommen. Viele betonen, dass der Park ein wichtiger Ort ist, um sich mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde vor Ort auseinanderzusetzen. Die Benennung nach Otto Wolfsthal sowie die symbolische Pflanzung der Bäume wird als respektvoller Umgang mit der Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung gewürdigt. Die Stelle gilt als sinnvolle Mahnung gegen das Vergessen.

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