Vier Säulen für 100 Jahre
Highlights
- Das ehemalige Rabbinatsgebäude in Aschaffenburg beherbergt seit 1983 das Museum jüdischer Geschichte und Kultur.
- Die Synagoge von 1893 wurde während der Novemberpogrome 1938 von den Nationalsozialisten in Brand gesteckt und brannte vollständig ab.
- Der Wolfsthalplatz erinnert heute mit einer Gedenktafel an die über 300 deportierten jüdischen Bürger der Stadt.
Tipps
- Konzerte im Colos-Saal sind gut organisiert, Getränke gibt es schnell an der Bar.
- Der Saal ist klein und intim, bietet aber bei voller Belegung enge Platzverhältnisse an der Getränkeausgabe.
- Bei Besuch des Museums jüdischer Geschichte lohnt ein Abstecher zum Modell der alten Synagoge.
Eigenschaften
Ausflug Natur Aschaffenburg: Vier Säulen für 100 Jahre
Der POI „Vier Säulen für 100 Jahre“ in Aschaffenburg ist ein geschichtsträchtiger Ort, der an die ehemalige Synagoge der jüdischen Gemeinde erinnert. Diese Synagoge, erbaut im Jahr 1893, war ein imposanter Kuppelbau, der von zehn Säulen getragen wurde und im orientalischen Stil errichtet worden war. Sie diente bis November 1938 als wichtiges religiöses und kulturelles Zentrum der jüdischen Bevölkerung. Während der Novemberpogrome wurde das Gebäude von Nationalsozialisten in Brand gesteckt und brannte vollständig aus. Nach dem Einsturz der Kuppel im Jahr 1939 wurde die Ruine schließlich abgerissen.
Heute erinnern lediglich vier der ursprünglichen Säulen an das einst prachtvolle Gotteshaus – sie stehen auf dem Gelände des ehemaligen Synagogengrunds und sind Teil des Wolfsthalplatzes. Benannt wurde der Platz nach Otto Wolfsthal, einem bedeutenden aschaffenburger Bürger jüdischen Glaubens, der sich durch seine wohltätige Stiftung und sein Engagement für die Gemeinde einen bleibenden Namen gemacht hat. Der Ort dient nicht nur als Mahnmal, sondern auch als kultureller Veranstaltungsort, insbesondere für Livemusik im benachbarten Colos-Saal, der für seine intime Atmosphäre und vielfältiges Programm geschätzt wird.
Im nahegelegenen Rabbinatsgebäude aus dem 17. Jahrhundert beherbergt seit 1983 das Museum jüdischer Geschichte und Kultur eine Dauerausstellung, die die über 700-jährige Geschichte der jüdischen Gemeinde in Aschaffenburg dokumentiert. Ein Modell der ehemaligen Synagoge sowie historische Artefakte bieten Besucherinnen und Besuchern einen anschaulichen Einblick in das Leben und die Verfolgung der jüdischen Mitbürger. Auch die bei Umbauarbeiten gefundenen und im jüdischen Friedhof beigesetzten Torarollen unterstreichen die tiefe Bedeutung des Ortes.
Der „Vier Säulen für 100 Jahre“-Platz ist somit ein Ort der Erinnerung, der Besinnung und der Kultur – mitten im Stadtbild von Aschaffenburg im bayerischen Landkreis Aschaffenburg. Die Kombination aus historischer Bedeutung und zeitgenössischer Nutzung macht diesen Ort zu einem lohnenswerten Ausflugsziel, das sowohl geschichtsinteressierte Besucher als auch Konzertliebhaber anspricht.
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Häufige Fragen zu Vier Säulen für 100 Jahre
Was ist das 'Vier Säulen für 100 Jahre'-Projekt in Aschaffenburg?
Quelle: wikipedia
Wo befand sich die Synagoge in Aschaffenburg?
Quelle: wikipedia
Was geschah mit der Synagoge während der NS-Zeit?
Quelle: wikipedia
Welche Rolle spielt das Rabbinatsgebäude heute?
Quelle: wikipedia
Gibt es heute noch eine jüdische Gemeinde in Aschaffenburg?
Quelle: wikipedia