Kirche/Kloster

St. Anna

Burgstraße 59, 59387 Ascheberg-Davensberg

Highlights

  • Die spätgotische St.-Anna-Kirche in Ascheberg-Davensberg entstand zwischen 1490 und 1510 als Burgkapelle auf Ruinen einer 13. Jh.-Burg.
  • Seit 2022 werden die gotischen Kapellenjoche und die Turmuhr der Kirche nachts beleuchtet.
  • Die Kirche ist das älteste Gebäude Davensbergs und diente seit 1559 als Filialkirche von Ascheberg.

Tipps

  • Die spätgotische Burgkapelle zeigt ein Kreuzrippengewölbe sowie einen Ostchor mit ungewöhnlichem 5/8-Schluss, der die historische Bauweise des 15. Jahrhunderts widerspiegelt.
  • Seit 2022 werden die gotischen Kapellenjoche und die Turmuhr durch gezielte Beleuchtung abends hervorgehoben, was die Architektur bei Dunkelheit besonders betont.
  • Der quadratische Erweiterungsbau aus Stahlbeton mit Flachdach ergänzt den historischen Saalbau und bietet einen Kontrast zwischen mittelalterlicher und moderner Bauweise.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in St. Anna Ascheberg-Davensberg

Die St. Anna in Ascheberg-Davensberg ist ein historisches Juwel mit tiefen Wurzeln in der regionalen Geschichte. Als älteste Bausubstanz Davensbergs entstand die spätgotische Burgkapelle bereits im 13. Jahrhundert auf den Fundamenten einer ehemaligen Burganlage, die erstmals 1263 als *castrum Daverenberge* urkundlich erwähnt wurde. Die Burg verfiel später bis auf den Turm, bevor auf derselben Stelle die heutige Kapelle errichtet wurde. Der Ursprungsbau aus dem späten 15. Jahrhundert – zwischen 1490 und 1510 – ist ein prägender Saalbau mit einem beeindruckenden Kreuzrippengewölbe, einem Satteldach mit Dachreiter und einem Ostchor im 5/8-Schluss.

Das architektonische Ensemble besteht aus zwei klar erkennbaren Teilen: dem historischen Kern der Burgkapelle und einem späteren Erweiterungsbau. Während der gotische Saalbau mit seinen filigranen Gewölben und dem quadratischen Grundriss die mittelalterliche Baukunst verkörpert, zeigt der westlich anschließende Anbau mit Stahlbetonkassettendecke und Flachdach eine moderne Ergänzung aus dem 20. Jahrhundert. Seit 2022 wurde das Mauerwerk der neun gotischen Kapellenjoche sowie die Turmuhr durch nachhaltige Beleuchtung aufgewertet, was dem Bauwerk abends eine besondere Atmosphäre verleiht.

Die St. Anna war ursprünglich eine eigenständige Kapelle, bevor sie 1559 zur Filialkirche von Ascheberg wurde. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sie sich zu einem kulturellen Zentrum der Region. Besonders im 17. Jahrhundert wurde sie prächtig ausgestattet, wobei die Innenausstattung bis heute von barocker Pracht geprägt ist. Ein Highlight ist das aktuelle Orgelinstrument, das auf der bewährten Schleiflade-Technik basiert – eine Bauweise, die seit der Barockzeit für ihre Langlebigkeit bekannt ist.

Die St. Anna steht nicht isoliert, sondern ist eng mit der Geschichte der Davert verbunden, einer Landschaft im Südwesten des Münsterlandes. Die Burgkapelle war ursprünglich Teil einer Handwerkersiedlung, die sich südlich der ehemaligen Burganlage entwickelte. Heute ist sie ein beliebtes Ziel für Geschichtsinteressierte und Besucher, die die Verbindung zwischen mittelalterlicher Burgenkultur und sakraler Architektur erleben möchten. Mit einem Google-Bewertungsdurchschnitt von 4,2 Sternen unterstreicht sie ihren Status als kulturelles Wahrzeichen der Region.

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