Parks & Gärten

Breiter Hagen

57413 Finnentrop

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Breiter Hagen in Finnentrop umfasst einen artenreichen Waldkomplex mit Buchen- und Eichenwäldern.
  • Es beherbergt seltene Lebensräume wie Kalkfelsen, Schluchtwälder und naturnahe Buchenwälder mit Waldmeister und Orchideen.
  • Das Gebiet schützt auch burgnahe Felslandschaften und ist Teil eines europäischen Schutzgebietsverbunds.

Tipps

  • Das Gelände ist besonders artenreich – bei Besuchen sollten Pfade bleiben und Tierlebensräume nicht gestört werden.
  • Ein naturnaher Bachlauf und Kalkfelsen bieten seltene Lebensräume – Beobachtungen sollten rücksichtsvoll und ohne Betreten geschützter Zonen erfolgen.
  • Im Bereich der Felsen und Schutthalden können seltene Pflanzen wie Orchideen vorkommen – Flora sollte nicht betreten oder beschädigt werden.

Eigenschaften

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Über Breiter Hagen

Der Breiter Hagen ist ein Naturschutzgebiet im nordrhein-westfälischen Finnentrop und liegt im Kreis Olpe. Es handelt sich um ein rund 20 Hektar großes, vollständig bewaldetes Schutzgebiet, das sich durch eine hohe Vielfalt an naturnahen Lebensräumen auszeichnet. Geologisch geprägt durch Felsen des devonischen Massenkalks, bietet das Gelände eine abwechslungsreiche Mischung aus Wald, Felsformationen und naturnahen Abbruchfluren. Im Schutzgebiet befinden sich zudem die Ruinen zweier ehemaliger Burganlagen: Burg Borghausen und die Peperburg.

Das Schutzziel des Breiter Hagen umfasst den Erhalt und die Entwicklung artenreicher Waldgesellschaften, darunter Waldmeister- und Orchideen-Buchenwälder sowie Eichen-Hainbuchen-Nieder- und Mittelwälder. Besonders geschützt werden natürliche Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation, Schutthalden mit Hangmischwäldern sowie ein naturnaher Bachlauf mit artenreichen Staudenfluren. Diese Biotope entsprechen zum Teil den Vorgaben der FFH-Richtlinie und beinhalten unter anderem Kalktrockenrasen, Felsvegetation und Schluchtwälder. Die langfristige Zielsetzung ist die Entwicklung eines Laubwaldmosaiks mit allen natürlichen Bestandsphasen, einschließlich Altholz und Totholz.

Die Vegetation des Naturschutzgebietes ist stark strukturiert und lebensraumvielfältig. Neben Buchen- und Ahornmischwäldern dominieren auf trockeneren Standorten Frühlings-Platterbsen-Buchenwälder, während nordexponierte Hänge von Bärlauch- und Waldschwingelbeständen geprägt sind. Im Bereich des Lennetals erstrecken sich bergahornreiche Schlucht- und Hangwälder. Typisch für das Gebiet sind zudem verschiedene Farne, darunter der Dornige Schildfarn mit ausgedehnten Beständen sowie vereinzelt die Hirschzunge. Die Felsen und ehemaligen Abgrabungen beherbergen spezifische Kleinfarn-Vegetation und tragen zur Seltenheit und Eigenart des Gebietes bei.

Der Breiter Hagen ist Teil eines größeren Netzwerks naturnaher Wald-Fels-Lebensräume entlang des mittleren Lennetals und erfüllt sowohl ökologische als auch landschaftskundliche Funktionen. Aufgrund seiner besonderen geologischen und vegetationskundlichen Merkmale sowie der Seltenheit seiner Biotope im Naturraum Sauerland gilt das Gebiet als von überregionaler Bedeutung. Seit seiner rechtswirksamen Schutzausweisung im Jahr 1981 dient es dem langfristigen Erhalt seiner natürlichen Strukturen und Artenvielfalt.

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