Wanderweg

Stack

08301 Schlema

Highlights

  • Seine vertikalen Streifen aus 8,7 cm breiten Linien in spezifischen Farben schufen ein ikonisches Bild der Industriestadt.
  • Das Werk ist bei Tag und Nacht durch LED-Beleuchtung sichtbar und verweist auf Chemnitz’ industrielle und künstlerische Geschichte.

Tipps

  • Nehmen Sie ein Fernglas mit, um das Kunstwerk aus der Ferne besser zu betrachten.
  • Achten Sie auf die Farbringe des Schornsteins, die sich bei Tageslicht besonders gut zeigen.
  • Fragen Sie vor Ort nach aktuellen Führungen entlang des PURPLE PATH.

Eigenschaften

Outdoor Ganzjährig

Über Stack

Der Stack ist ein markantes Kunstwerk im Rahmen des PURPLE PATH in Schlema, einer Gemeinde im sächsischen Erzgebirge. Das Werk wurde vom französischen Konzeptkünstler Daniel Buren geschaffen und zählt zu den bedeutenden Beiträgen der Kulturhauptstadt 2025. Es besteht aus sieben vertikalen Farbbändern, die den ehemaligen Schornstein des stillgelegten Heizkraftwerkes Nord umhüllen. Die Farben – darunter Aquamarin, Erdbeerrot, Gelbgrün, Himmelblau, Melonengelb, Signalviolett und Verkehrsgelb – sind in monochromen Ringen angeordnet und verleihen dem Industriedenkmal eine neue, künstlerische Präsenz. Die Farbgebung des Schornsteins inspirierte auch zur Namensgebung des gesamten Kunstwegs.

Der Standort des Kunstwerks befindet sich im Gelände des ehemaligen Kraftwerks, das heute Teil eines umgestalteten Kurparks ist. Dieser befindet sich jedoch aktuell in Bauarbeiten im Zuge der Vorbereitung zur Landesgartenschau 2027. Aufgrund der Baumaßnahmen sind mehrere Wege zeitweise gesperrt, und der Zugang zum Stack erfolgt über eine provisorische Lücke im Bauzaun. Besucherinnen und Besucher erhalten so einen ungewöhnlichen Blick auf das Zusammenspiel zwischen Industriekultur und zeitgenössischer Kunst, das auch die historische Rolle Schlemas im Kontext des sächsischen Strukturwandels widerspiegelt.

Das Kunstwerk die industrielle Vergangenheit des Ortes mit der Gegenwart künstlerischer Aneignung zu verbinden. Die vertikalen Streifen Daniel Burens verweisen auf dessen langjährige Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Architektur und Farbe. Sie fungieren sowohl als ästhetisches Element als auch als Kommentar zur industriellen Ästhetik der Region. Bei Tag präsentiert sich der Schornstein farblich leuchtend, während eine spezielle LED-Beleuchtung das Werk auch nach Einbruch der Dunkelheit sichtbar macht. Ein Fernglas kann den Besuch des Ortes bereichern, um die feinen Abstufungen und die architektonische Integration des Kunstwerks besser wahrzunehmen.

Der Stack ist Teil einer breiteren Kunstroute, die durch Chemnitz und das Umland führt. Die Umgebung des Standorts bietet zudem Wanderwege, die sich gut für Spaziergänge eignen. Die Kombination aus Naturerlebnis und kulturellem Erbe macht den Ort zu einem interessanten Zwischenstopp. Die Baustellensituation vor Ort wird inzwischen als Teil des Erlebnisses wahrgenommen, das den Wandel des Areals dokumentiert. Die Rezeption des Kunstwerks durch Besucherinnen und Besucher ist durchweg positiv, auch wenn die momentanen Einschränkungen aufgrund der Bauarbeiten zu beachten sind.

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