Kirche/Kloster

Ehemalige Dominikanerinnenklosterkirche St. Ursula )

b. St. Ursula 5, 86150 Augsburg

Highlights

  • 1720 wurde die Kirche nach Plänen von Georg Paulus im Barockstil erweitert und umgestaltet.
  • Bei einem Bombenangriff 1944 brannte die Kirche fast vollständig nieder und wurde bis 1947 wieder aufgebaut.

Tipps

  • Ein besonderes Highlight ist das ehemalige Altarbild von Jacopo Amigoni, das die Marter der heiligen Ursula darstellt und 1728 entstand.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kulturelle Sakralbauten in Augsburg: Ehemalige Dominikanerinnenklosterkirche St.

Die ehemalige Dominikanerinnenklosterkirche St. Ursula in Augsburg zählt zu den bedeutenden sakralen Baudenkmälern der Stadt und zeugt von einer über 700-jährigen Geschichte. Errichtet im frühen 16. Jahrhundert, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert und umgestaltet. Ursprünglich als Kapelle im Zusammenhang mit dem Kloster der Dominikanerinnen entstanden, erhielt sie ihre heutige Form im Zuge barocker Umbauten. Die Kirche ist als Baudenkmal in der Bayerischen Denkmalliste eingetragen und steht somit unter besonderem Schutz.

Die Geschichte des Klosters reicht zurück bis ins Mittelalter, als die Schwestern zunächst eine Kapelle errichteten, die später erweitert wurde. Nach dem Abriss der Vorgängerbauten entstand ab dem frühen 16. Jahrhundert die spätgotische Kirche, die einige Jahre später geweiht wurde. Im 18. Jahrhundert wurde sie durch den Architekten Georg Paulus verlängert und ihr Innenraum barockisiert. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde eine Gruft in die Kirche eingebaut. Während der napoleonischen Kriege diente das Gebäude zeitweise als Lazarett, blieb aber nach der Säkularisation weiterhin geöffnet.

Ein schwerer Schicksalsschlag ereilte die Kirche während des Zweiten Weltkriegs. In der sogenannten Bombennacht wurde sie fast vollständig zerstört, lediglich die Außenmauern blieben erhalten. Der barocke Innenausbau ging dabei vollständig verloren. Nach Kriegsende wurde sie bis 1947 nach Plänen des Architekten Michael Kurz in vereinfachter Form wieder aufgebaut, wobei der äußere Charakter des Gebäudes bewahrt blieb. In den 1970er Jahren erfolgte eine weitere Umgestaltung des Innenraums, die ihn für den heutigen Gebrauch vorbereitete.

Die Ausstattung der Kirche zeigte einst barocke Kunst von hohem Rang: Unter anderem schuf der Maler Johann Rieger um die Mitte des 18. Jahrhunderts ein zweiteiliges Deckenfresko, das heute nicht mehr erhalten ist. Auch die Stuckarbeiten von Matthias Lotter sowie das ehemalige Hochaltarbild von Jacopo Amigoni mit der Darstellung der Marter der heiligen Ursula gehörten zu den künstlerischen Highlights des Gebäudes. Diese Werke gingen jedoch bei der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg verloren.

Heute beherbergt die ehemalige Klosterkirche St. Ursula ein spirituelles Zentrum unter dem Dach des Dominikanerinnenklosters. Die ruhige Lage und die besinnliche Atmosphäre laden Besucher ein, innezuhalten und sich mit der tiefen Geschichte des Ortes auseinanderzusetzen. Die freundliche Begegnung mit den Schwestern trägt dazu bei, dass viele Gäste den Ort als Ort der Stille und des Friedens wahrnehmen – ein idealer Ausflugsort für alle, die sich für sakrale Architektur und geistliche Tradition interessieren.

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Häufige Fragen zu Ehemalige Dominikanerinnenklosterkirche St. Ursula )

Wann wurde die Dominikanerinnenklosterkirche St. Ursula in Augsburg erbaut?
Der Bau der heutigen Kirche begann 1516 und wurde 1519/1520 geweiht. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Rolle spielte die Klosterkirche während des Zweiten Weltkriegs?
In der Bombennacht vom 25. auf den 26. Februar 1944 brannte die Kirche fast vollständig nieder. Sie diente später von 1796/97 als Lazarett. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wie wurde die Kirche nach dem Krieg wiederaufgebaut?
Nach dem Krieg wurde die Kirche bis 1947 nach Plänen von Michael Kurz in vereinfachter Form wiederaufgebaut, wobei der äußere Charakter erhalten blieb. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche künstlerischen Werke befanden sich ursprünglich in der Kirche?
Ein zweiteiliges Deckenfresko von Johann Rieger und ein Altarbild von Jacopo Amigoni befanden sich einst in der Kirche. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Ist die Kirche heute noch als Denkmal geschützt?
Ja, die Kirche ist als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia