Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung
Highlights
- Die Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung zeigt im Schaezlerpalais Augsburg Werke aus dem Privatbesitz des Kunsthändlers Karl Haberstock.
- Seit 1957 steht die Stiftung unter Verwaltung der Stadt Augsburg und ist im zweiten Stock des Schaezlerpalais ausgestellt.
- Die Sammlung umfasst barocke Meisterwerke von Künstlern wie Tiepolo, Veronese, Van Dyck und Canaletto.
Eigenschaften
Kultur und Geschichte entdecken: Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung in Augsb
Die Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung befindet sich im historischen Schaezlerpalais in der Augsburger Altstadt und zählt zu den bedeutenden kulturellen Einrichtungen der Stadt. Als Kunstmuseum präsentiert sie eine umfangreiche Sammlung aus dem Privatbesitz des Münchner Kunsthändlers Karl Haberstock, der in der Nachkriegszeit eine zentrale Rolle im Kunsthandel spielte. Nach seinem Tod wurde seine Sammlung gemäß seines Testaments von seiner Ehefrau Magdalene in die gleichnamige Stiftung eingebracht, die offiziell der Förderung von Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung dient. Seit den 1950er Jahren steht die Stiftung unter der Verwaltung der Stadt Augsburg, die auch die Pflege und Präsentation der Sammlung übernommen hat.
Die Sammlung selbst ist vor allem für ihre herausragenden Werke der europäischen Malerei des Barock bekannt. Im zweiten Stockwerk des Schaezlerpalais werden Gemälde von Künstlern wie Lucas Cranach dem Älteren, Anthonis van Dyck, Jacob Jordaens, Giovanni Battista Tiepolo, Paolo Veronese und Canaletto gezeigt. Die Ausstellung ist Teil der Deutschen Barockgalerie und lässt die künstlerische Qualität und Vielfalt der ehemaligen Haberstock’schen Sammlung eindrucksvoll erlebbar. Die Werke spiegeln nicht nur den Geschmack und das Sammlerinteresse Karl Haberstocks wider, sondern bieten auch einen Einblick in die Kunstvermittlung und -geschichte des frühen 20. Jahrhunderts.
Nach einer umfangreichen Sanierung des Schaezlerpalais, die über mehrere Jahrzehnte andauerte, konnten die Werke der Stiftung ab dem Jahr 2006 erneut öffentlich ausgestellt werden. Heute teilt sich die Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung den Eingang mit der Graphischen Sammlung der Stadt Augsburg. Der Zugang erfolgt über das Erdgeschoss des barocken Palais in der zentralen Maximilianstraße, was den Besuch für Kulturinteressierte besonders im historischen Stadtkern attraktiv macht. Aufgrund der engen Innenstadt ist eine Anreise mit dem Auto nur eingeschränkt möglich, während der öffentliche Nahverkehr mit Straßenbahn und Bus eine gute Anbindung gewährleistet.
Die Stiftung genießt bei Besucherinnen und Besuchern eine außergewöhnlich hohe Bewertung, was unter anderem auf die Qualität der Exponate und die gelungene Präsentation im barocken Ambiente zurückzuführen ist. Die Werke laden dazu ein, sich intensiv mit der Kunstgeschichte und der Rolle von Kunsthändlern wie Karl Haberstock auseinanderzusetzen, insbesondere im Kontext der deutschen Kunstszene des 20. Jahrhunderts. Für alle, die sich für Kultur und Geschichte begeistern, ist die Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung ein lohnender Ausflug mitten im Herzen von Augsburg.