Denkmal/Gedenkstätte

Kriegerdenkmal St. Sebastian

Münchner Str. 1, 82467 Garmisch-Partenkirchen

Highlights

  • Das Kriegerdenkmal St. Sebastian zeigt eine quadratische Brunnenanlage mit Maria und Kind auf einer Weltkugel und 12 Bronzetafeln mit Namen der Gefallenen des 1. Weltkriegs.
  • 1922 errichtete die Marktgemeinde Garmisch das Denkmal als Dank für Gefallene; 1974 wurde die ursprüngliche Pestkapelle zur Kriegergedächtniskirche geweiht.
  • Kreuzförmige Wege und ein zentraler Brunnen gliedern den Platz; die Figur des Hl. Sebastian stammt von Josef Weckerle.

Tipps

  • Der quadratische Steinsockel mit der Brunnenanlage bietet eine klare räumliche Struktur und ermöglicht eine ruhige Betrachtung der zentralen Figur des Heiligen Sebastian.
  • Das kreuzförmige Wegenetz verbindet das Kriegerdenkmal mit der Kriegergedächtniskapelle auf dem Hang und schafft so eine inhaltliche Verbindung zwischen Denkmal und Andachtsort.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Kriegerdenkmal St. Sebastian Garmisch-Partenkirchen

Das Kriegerdenkmal St. Sebastian in Garmisch-Partenkirchen ist ein bewegendes Denkmal, das an die Opfer der Kriege des frühen 20. Jahrhunderts erinnert. Im Zentrum des quadratischen Platzes erhebt sich eine monumentale Figur des Heiligen Sebastian, geschaffen vom Künstler Josef Weckerle. Die Figur steht als Symbol für Schutz und Gedenken an die Gefallenen der Region.

Der Platz selbst ist durch ein kreuzförmiges Wegenetz strukturiert, das in einem zentralen runden Brunnen mündet. Dieser Brunnen ist von vier Flächen umgeben, die jeweils Teil des Gedenkens an die heimatsverbundenen Soldaten sind. Eine markante Bronzetafel trägt die Inschrift *„DEN HELDEN DES WELTKRIEGES DEN BESCHÜTZERN UNSERER HEIMAT IN DANKBAREM GEDENKEN ERRICHTET VON DER MARKTGEMEINDE GARMISCH 1922“*, begleitet vom Wappen Bayerns.

Auf einem erhöhten Steinsockel thront eine weitere bedeutende Komposition: eine Figur der Maria mit Kind, die auf einer Weltkugel steht und nach Nordosten blickt. In ihrer Blickrichtung liegt die Kriegergedächtniskapelle, die ursprünglich als Pestkapelle diente und 1974 zur Gedenkstätte für die Gefallenen geweiht wurde. Die Kapelle bewahrt Namen von Soldaten, die bereits im Napoleonischen Krieg (1809–1814) ihr Leben verloren, darunter der Eintrag *„BADER Jos.“* mit Todesdatum und Ort.

Das Kriegerdenkmal verbindet sakrale und historische Elemente zu einem Ort der Erinnerung. Die Kombination aus Brunnenanlage, Skulpturen und der Kapelle schafft eine stille Atmosphäre, die zum Innehalten einlädt. Besonders die Verbindung zwischen der Figur des Heiligen Sebastian und der Marienfigur unterstreicht die spirituelle Dimension des Denkmals als Ort der Trauer und des Dankes.

Das Denkmal ist nicht nur ein historisches Wahrzeichen, sondern auch ein Ort der Reflexion über die Opfer von Kriegen und den Zusammenhalt der Gemeinschaft. Die präzise Gestaltung und die symbolträchtigen Elemente machen es zu einem bedeutenden Kulturdenkmal in Garmisch-Partenkirchen.

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