Museum

Maximilianmuseum

Fuggerpl. 1, 86150 Augsburg

Highlights

  • Das Maximilianmuseum in Augsburg zeigt herausragende Goldschmiede- und Bronzekunstwerke der Spätrenaissance.
  • Es beherbergt historische Modelle, wissenschaftliche Instrumente und stadtgeschichtliche Objekte aus der reichsstädtischen Zeit.
  • Das Museum befindet sich in zwei historischen Stadtpalästen und erhielt 2007 den Bayerischen Museumspreis.

Tipps

  • Das Maximilianmuseum liegt zentral in Augsburg, gleich neben dem Rathausplatz – gut zu Fuß erreichbar.
  • Interessierte können mit VR-Brillen eine historische Zeitreise durch Augsburgs Gassen unternehmen.
  • Dauerausstellung zeigt Schätze der Goldschmiedekunst, Renaissance-Bronzen und historische Modelle.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Maximilianmuseum

Das Maximilianmuseum befindet sich im historischen Zentrum von Augsburg und zählt zu den bedeutendsten kulturhistorischen Einrichtungen der Stadt. Es entstand 1855 in zwei ehemaligen Stadtpalästen, die einst Kaufleutedynastien der reichsstädtischen Blütezeit gehörten. Damit ist es das erste städtische Museum Bayerns und trägt den Namen des bayerischen Königs Maximilian II. Das Museum beherbergt eine umfangreiche Sammlung kunstgewerblicher und stadtgeschichtlicher Objekte, darunter herausragende Werke der Goldschmiedekunst, Bronzekunst der Spätrenaissance, wissenschaftliche Instrumente, historische Modelle sowie prachtvolle Automaten und Uhren – alle aus der Zeit, als Augsburg eine der wichtigsten Kunstmetropolen Deutschlands war.

Die Räumlichkeiten des Museums sind in mehrere thematische Bereiche gegliedert. Ein besonderes Highlight ist der Viermetzhof, der mit seinem selbsttragenden Glasdach eine beeindruckende Präsentation der restaurierten Figuren der berühmten Augsburger Prachtbrunnen ermöglicht. Diese stammen um 1600 von den Hofbildhauern Hubert Gerhard und Adriaen de Vries und verherrlichen die Stadt als römische Gründung und Freie Reichsstadt. Ebenfalls sehenswert ist die Aeneas-Galerie, deren Deckenfresken von Melchior Steidl auf Vergils Epen verweisen und in der Skulpturen aus der Sammlung des Münchner Hofrats Sigmund Röhrer gezeigt werden. Diese Sammlung wurde 1924 an die Stadt Augsburg verkauft und bildet heute einen zentralen Bestandteil der Städtischen Kunstsammlungen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Hauses liegt auf der Darstellung wissenschaftlicher und technischer Kultur Augsburgs. Seit der Renaissance war die Stadt ein Zentrum der Instrumentenbaukunst, insbesondere für mathematische, physikalische und astronomische Geräte. Exponate wie Sonnenuhren, Messinstrumente und mechanische Apparate verdeutlichen den technischen Fortschritt und die handwerkliche Präzision der Augsburger Meister. Auch die Modellkammer mit historischen Architekturmodellen und Stadtansichten trägt zur Veranschaulichung der städtebaulichen und künstlerischen Entwicklung bei.

Ein modernes Element im Angebot des Maximilianmuseums ist die Virtual-Reality-Erfahrung, die eine Zeitreise in das 16. Jahrhundert ermöglicht. Mit Hilfe einer VR-Brille können Besucher Augsburg um 1514 erleben – vom legendären Nachttor bis hin zum ehemaligen Gögginger Tor. Diese digitale Erweiterung des Museumsangebots verbindet anschaulich Geschichte und Gegenwart und eröffnet neue Perspektiven auf die reichsstädtische Vergangenheit. 2007 wurde das Haus für seine herausragende Leistung mit dem Bayerischen Museumspreis ausgezeichnet.

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