Garten der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau
Highlights
- Gegründet 1929 als Städtische Galerie im Lenbachhaus in der Weimarer Republik – heute mit Kunstbau für große Sonderausstellungen.
- Bietet die weltweit größte Sammlung des Blauen Reiters und Schwerpunkte von 19. Jahrhundert bis Gegenwartskunst.
- Seit 2022 Teil des Bienenprojekts *Meet your Bees*: Im Garten des Lenbachhauses leben Imkereien für Artenschutz.
Tipps
- Der Besuch des Gartens bietet im Sommer Zugang zu einem historischen Grünraum mit Bienenstöcken im Rahmen des Projekts *Meet your Bees*, das seit 2022 Insektenvielfalt fördert.
- Die Ausstellung *Szenen aus der Weimarer Republik* zeigt konkrete Alltagsgeschichten und Alltagsgegenstände statt abstrahierter Thesen zur Epoche.
- Der Kunstbau ermöglicht unterirdische Ausstellungen mit großzügigen Flächen, die thematisch eng mit den Sammlungen des Lenbachhauses verknüpft sind.
Eigenschaften
Naturpark München: Garten Städtische Galerie Lenbachhaus
Der Garten der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau in München ist ein idyllischer Rückzugsort mitten in der Kunst- und Kulturlandschaft der Stadt. Eingebettet zwischen dem historischen Villenkomplex des Malers Franz von Lenbach und dem modernen Kunstbau, bietet der Garten einen harmonischen Kontrast zur urbanen Umgebung. Seit 2022 sind hier Bienenstöcke im Rahmen des Projekts *„Meet your Bees“* untergebracht, die nicht nur der Bestäubung dienen, sondern auch die Verbindung von Kunst und Natur symbolisieren. Der Garten lädt mit seinen grünen Flächen, ruhigen Ecken und dem Blick auf die umliegenden Gebäude zum Verweilen ein – ein Ort, an dem man die Spannung zwischen Tradition und Moderne erleben kann.
Das Lenbachhaus selbst wurde 1929 als erste deutsche Demokratie in der Weimarer Republik gegründet und vereint in seinem historischen Atelierhaus sowie dem angrenzenden Kunstbau eine der bedeutendsten Sammlungen der Kunst des Blauen Reiters weltweit. Die Ausstellungskonzeption verbindet historische Kunst des 19. Jahrhunderts mit Werken der Klassischen Moderne, Nachkriegsmoderne und Gegenwartskunst. Besonders bekannt ist das Haus für seine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Themen, etwa in der Ausstellung *„Szenen aus der Weimarer Republik“*, die konkrete Geschichten und Dialoge mit der Vergangenheit aufgreift. Der Garten dient dabei nicht nur als äußerer Rahmen, sondern auch als Ort der Reflexion über die Wechselwirkungen zwischen Kunst, Natur und menschlichem Handeln.
Der Garten selbst ist Teil eines architektonisch beeindruckenden Ensembles: Ursprünglich als Atelier- und Wohnhaus des Malers Franz von Lenbach erbaut, wurde das Gebäude um 1929 durch den Architekten Hans Grässel zu einer Dreiflügelanlage erweitert, um den wachsenden Anforderungen an Ausstellungen gerecht zu werden. Der Kunstbau, 1994 eröffnet, liegt unterirdisch über dem U-Bahnhof Königsplatz und bietet mit seinem modernen Design zusätzliche Ausstellungsflächen. Beide Gebäude – das historische Lenbachhaus und der Kunstbau – schaffen so einen einzigartigen Raum, in dem Kunstgeschichte und zeitgenössische Diskurse aufeinandertreffen. Der Garten verbindet diese Welten auf sanfte Weise und unterstreicht die Rolle des Lenbachhauses als Ort der Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Besucher können hier nicht nur die Kunstwerke bewundern, sondern auch die lebendige Atmosphäre des Gartens genießen, der sich als grüner Kontrast zur Kunstwelt entfaltet. Das Lenbachhaus versteht sich als Institution, die nicht nur Werke sammelt, sondern sie auch in einen kritischen Kontext stellt – sei es durch Ausstellungen wie *„Mensch – Natur – Kunst“* oder durch Projekte wie die Bienenhaltung. Der Garten wird so zum Symbol für die Verbindung von Kultur, Ökologie und menschlicher Kreativität, die das Lenbachhaus seit seiner Gründung prägt. Ein Besuch hier ist daher nicht nur ein Ausflug in die Natur, sondern auch eine Einladung, die Wechselwirkungen zwischen Kunst, Geschichte und Umwelt zu erkunden.