Villa Godobertus
Highlights
- Die Godobertuskapelle in Gelnhausen ist das älteste Gelnhäuser Gotteshaus und wurde erstmals 1260 erwähnt.
- Sie liegt außerhalb der ehemaligen Stadtmauer nahe dem Äußeren Holztor und wird auch Gelakapelle genannt.
- Die Sage um Gela von Gelnhausen verbindet die Kapelle mit der Liebe zwischen Kaiser Friedrich und der schönen Gela.
Tipps
- Die Godobertuskapelle eignet sich besonders für kleine standesamtliche Trauungen bis maximal 40 Personen.
- Das Gebäude verfügt über nur wenige Sitzplätze, was den besonderen Charme der historischen Kapelle ausmacht.
- Die Sage um Gela von Gelnhausen verleiht dem Ort eine romantische Note, die sich für besondere Anlässe anbietet.
Eigenschaften
Über Villa Godobertus
Die Villa Godobertus, auch bekannt als Godobertuskapelle oder im Volksmund „Gelakapelle“, befindet sich in der Stadt Gelnhausen im Main-Kinzig-Kreis, Hessen. Die denkmalgeschützte Kapelle liegt nördlich der ehemaligen Stadtbefestigung in der Nähe des Äußeren Holztores. Als ältestes Gelnhäuser Gotteshaus gilt sie als bedeutendes sakralkulturelles Zeugnis der Region. Ihre Architektur mit kleinen Rundbogenfenstern deutet auf eine Entstehung im frühen Mittelalter hin. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Kapelle bereits im Jahr 1260, unter dem Namen „capella beati Godehardi“.
Die historische Nutzung der Kapelle ist eng mit der umliegenden Siedlungsgeschichte verbunden. Vermutlich gehörte sie einst zu einer nahegelegenen Ortschaft oder einem Wirtschaftshof, möglicherweise in Zusammenhang mit der vor der Stadtgründung Gelnhausens bestehenden Siedlung „Godebrechtshusen“. Jahrhundertelang geriet die Kapelle in Vergessenheit und drohte dem Verfall anheimzufallen. Inzwischen wurde sie restauriert und dient heute unter anderem als Standesamt für standesamtliche Trauungen. Die Räumlichkeiten sind schlicht gehalten, nur vereinzelt alte Grabsteine erinnern noch an die Vergangenheit. Die Kapelle bietet Platz für kleinere Feiern, etwa bis zu 40 Personen.
Ein besonderer Reiz der Godobertuskapelle liegt in der Sage um Gela von Gelnhausen. Danach soll die schöne Tochter eines Grafenhauses während einer Jagd des jungen Kaisers Friedrich, genannt Barbarossa, begegnet sein. Die beiden verliebten sich und trafen sich regelmäßig zur Messe in der Kapelle. Als Friedrich zum Kreuzzug aufbrach, versprachen sie sich gegenseitig Treue. Gela erhielt jedoch die falsche Nachricht von seinem Tod und zog sich als Nonne ins Kloster Langenselbold zurück. Als Barbarossa tatsächlich wohlbehalten zurückkehrte, fand er Gela als Äbtissin vor dem Altar kniend. Tief betrübt verließ er die Kapelle. Seitdem wird die Kapelle im Volksmund auch als „Gela-Kapelle“ bezeichnet.
Die Godobertuskapelle ist ein ruhiger und denkmalgeschützter Ort, der sowohl für historisch Interessierte als auch für Paare, die eine standesamtliche Trauung in besonderem Ambiente suchen, von Bedeutung ist. Ihre besondere Atmosphäre wird in Gästebewertungen regelmäßig hervorgehoben. Die einfache, aber stimmungsvolle Architektur sowie die Verbindung zur Gelnhäuser Stadtgeschichte machen sie zu einem kulturellen Kleinod in der Region.