Denkmal/Gedenkstätte

Aystetter Berg

Schloß 1, 86482 Aystetten

Highlights

  • Schloss Aystetten liegt 12 km nordwestlich von Augsburg auf einem Höhenrücken.
  • Das Schloss wurde erstmals 1428 urkundlich erwähnt und ist heute noch im Besitz der Familie von Stetten.
  • Im Schloss befindet sich ein Porzellanzimmer im Rocaille-Stil mit chinesischen Fayencen.

Tipps

  • Das Porzellanzimmer im Schloss Aystetten eignet sich für standesamtliche Trauungen und Konzerte in historischer Atmosphäre.
  • Teile des Schlosses und seiner Anlagen können für private Feiern und kulturelle Veranstaltungen angemietet werden.
  • Das Gelände des Schlosses Aystetten liegt erhöht und bietet einen guten Ausgangspunkt für Spaziergänge in der Region.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Aystetter Berg

Der Aystetter Berg in der Gemeinde Aystetten im Landkreis Augsburg beherbergt das Schloss Aystetten, ein historisches Bauwerk mit einer über 500-jährigen Vergangenheit. Das Schloss liegt exponiert am Ende eines kleinen Höhenrückens, etwa zwölf Kilometer nordwestlich von Augsburg. Es handelt sich um einen dreigeschossigen, langgestreckten Satteldachbau, der ursprünglich als Wehrschloss errichtet wurde. Von den ursprünglichen Befestigungsanlagen sind heute nur noch zwei Türme sowie einige Mauerreste erhalten.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Schloss im Jahr 1428 als Lehen des Augsburger Bischofs an die Familie Langenmantel von Radau. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach, unter anderem kamen bedeutende Augsburger Patrizierfamilien wie die Eggenberger und Herwarth zu den Schlossherren. Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges wurde das Gebäude nahezu vollständig zerstört. Im späten 17. Jahrhundert erfolgte der Wiederaufbau unter Leonhard Carl Sulzer, der prunkvolle Stuckdecken anfertigen ließ. Später erwarb Christian von Münch das Anwesen und ließ es erheblich erweitern, darunter auch das berühmte Porzellanzimmer, das mit chinesischen Fayencen ausgestattet wurde und bis heute eine künstlerische Besonderheit darstellt.

Seit 1858 befindet sich das Schloss im Besitz der Familie von Stetten, die es in mehreren Bauabschnitten renovierte und an die veränderten Anforderungen anpasste. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt, unter anderem durch den Augsburger Architekten Hans Schnell. In den 1950er Jahren wurde die ursprüngliche Schwalbenschwanzform der Giebelzinnen rekonstruiert. Heute dient das Schloss nicht nur als Wohnsitz, sondern auch als Veranstaltungsort. Seit 2002 finden hier Gitarrentage statt, und das historische Porzellanzimmer wird für Konzerte und standesamtliche Trauungen genutzt.

Das Schloss Aystetten steht unter Denkmalschutz und ist ein markantes Beispiel für die Architektur- und Kulturgeschichte des Landkreises Augsburg. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,6 von 5 Sternen bei 18 Bewertungen wird das Anwesen als besonders sehenswert eingestuft. Die kunstvolle Innenausstattung, die gepflegte Außenanlage sowie die historische Substanz machen den Aystetter Berg zu einem lohnenswerten kulturellen Ausflugsziel in der Region.

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