Kirche/Kloster

Neuapostolische Kirche

Komburgstraße 32, 74653 Künzelsau

Highlights

  • 1927: Erste Kapelle der Neuapostolischen Kirche in Künzelsau in der Morsbacher Straße durch Bischof Carl Ludwig eingeweiht.
  • 1954: Bezirksältester Georg Thomas aus Künzelsau zum Apostel ordiniert – eine zentrale Führungsposition in der Kirche.
  • 2022: Auflösung des seit 50 Jahren bestehenden Kirchenbezirks Künzelsau nach Gottesdienst mit Bezirksapostel Ehrich.

Tipps

  • Die Kirche bietet einen barrierefreien Zugang für Besucher mit eingeschränkter Mobilität durch einen rollstuhlgerechten Eingang.
  • In der Gemeinde finden regelmäßig Gottesdienste statt, die durch eine lebendige Liturgie und musikalische Gestaltung geprägt sind.
  • Die Architektur der Kapelle in der Morsbacher Straße spiegelt den historischen Aufbau der neuapostolischen Gemeinden wider, der auf dem 19. Jahrhundert basiert.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Neuapostolische Kirche Künzelsau – Sakraler Ausflug

Die Neuapostolische Kirche Künzelsau ist ein bedeutender sakraler Ort im Herzen des Hohenlohekreises und ein lebendiges Zeugnis der neuapostolischen Glaubensgemeinschaft. Die Kirche gehört zur Neuapostolischen Kirche, die sich im 19. Jahrhundert als reformatorische Bewegung aus der Katholisch-apostolischen Kirche entwickelte. Ihr Kernanliegen war ein erneuertes Verständnis des Heiligen Geistes und eine Rückkehr zu den apostolischen Grundlagen des Christentums. Die Gemeinde in Künzelsau hat eine lange Tradition und ist eng mit der regionalen Kirchengeschichte verbunden.

Die Wurzeln der Gemeinde reichen bis in die frühe Zeit der Bewegung zurück. Bereits 1927 wurde in Künzelsau die erste Kapelle in der Morsbacher Straße errichtet – ein Zeichen des Glaubens und des Gemeinschaftsgeistes der Gläubigen. Der Bau erfolgte aus Eigenmitteln und unter der Leitung von Bischof Carl Ludwig, was die Selbstständigkeit und den Einsatz der Gemeinde unterstreicht. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich die Kirche zu einem festen Bestandteil des kirchlichen Lebens in Künzelsau und Umgebung.

Ein prägender Moment für die Gemeinde war die Ordination von Bezirksältestem Georg Thomas aus Künzelsau zum Apostel im Jahr 1954. Diese Würdigung zeigte die wachsende Bedeutung der Region innerhalb der neuapostolischen Kirche. Spätere Führungsfiguren wie Hirte Erich Ludwig oder Gemeindeevangelist Hans Schöllkopf trugen maßgeblich zur Weiterentwicklung der Gemeinde bei. Besonders hervorgehoben wird die Zeit unter Hirte Gunter Fischer, der seit den frühen 2000er-Jahren die Gemeinde leitet und bis heute prägt.

Die Neuapostolische Kirche Künzelsau ist nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein Zentrum für christliche Gemeinschaft und Bildung. Die Gemeinde pflegt enge Kontakte zu anderen neuapostolischen Kirchen im Umland, etwa in den benachbarten Regionen des Hohenlohekreises. Mit einem Google-Bewertungsdurchschnitt von 4,0/5 spiegelt sie die Wertschätzung der Gläubigen und Besucher wider. Der Bau und die Geschichte der Kirche sind ein Spiegel des lebendigen Glaubens und der Tradition, die bis heute die Gemeinde prägen.

Wer sich für die neuapostolische Spiritualität, ihre Geschichte oder ihre Rolle in der regionalen Sakrallandschaft interessiert, findet in Künzelsau einen Ort, der sowohl spirituelle Tiefe als auch historische Kontinuität verkörpert. Die Kirche lädt ein, die Vielfalt des christlichen Glaubenslebens inmitten des Hohenlohekreises kennenzulernen – fernab von großen Metropolen, aber mit einer starken lokalen Verankerung.

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