Burg Scharfenberg
Highlights
- Burg Scharfenberg ist eine mittelalterliche Felsenburg im Pfälzerwald und Teil der Trifelsgruppe.
- Sie wurde im 12. Jahrhundert unter Konrad III. erbaut und diente später als Stammsitz des Bischofs Konrad III. von Scharfenberg.
- Seit 1525 liegt die Burg in Ruinen, nach umfangreichen Sanierungsarbeiten von 2021 bis 2024 ist sie wieder zugänglich.
Tipps
- Der Aufstieg zur Burg erfolgt vom Parkplatz Windhof aus über den gut ausgebauten Annweilerer Burgenweg.
- Die Burgruine ist frei zugänglich und bietet durch Restaurierungsarbeiten erweiterte Einblicke in die mittelalterliche Bauweise.
- Auf dem Gelände befinden sich informative Schilder zur Geschichte der Anlage sowie zum geologischen Aufbau des Sandsteinfelsens.
Eigenschaften
Über Burg Scharfenberg
Burg Scharfenberg, landschaftlich oberhalb der Stadt Annweiler am Trifels gelegen, ist eine der drei mittelalterlichen Felsenburgen des südpfälzischen Burgenmassivs, zu dem auch die Reichsburg Trifels und Burg Anebos zählen. Die Anlage, auch unter dem Volksnamen „Münz“ bekannt, thront auf der felsigen Südostkuppe des Scharfenbergs und zählt heute zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Region. Die Burg wurde im frühen Mittelalter als Reichsburg errichtet und diente zunächst als königliche Festung. Später wurde sie Sitz des einflussreichen Ministerialengeschlechts von Scharfenberg, unter dessen Namen sie bis heute bekannt ist.
Die heutige Ruine zeigt deutlich die Spuren ihrer wechselvollen Geschichte. Kennzeichen der Anlage ist ein rund 20 Meter hoher Bergfried in der Oberburg, dessen Mauern aus Buckelquadern aus der Stauferzeit bestehen. Auch in der Unterburg sind erhaltene Reste wie Teile des Brunnenturms und der Ringmauer sichtbar. Nach ihrer Zerstörung im Zuge des Bauernkriegs blieb die Burg auf ihrem felsigen Untergrund weitgehend ungenutzt. In den letzten Jahren wurden umfangreiche Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt, um die Bausubstanz langfristig zu erhalten und die Zugänglichkeit für Besucher zu verbessern.
Der Zugang zur Burgruine erfolgt zu Fuß über den sogenannten Annweilerer Burgenweg, der gut ausgebaut und mit informativen Schildern zur Geologie und Geschichte des Ortes ausgestattet ist. Die Wege sind inzwischen soweit saniert, dass die Anlage problemlos erkundet werden kann. Die Burg ist frei zugänglich und bietet nicht nur historische Einblicke, sondern auch einen beeindruckenden Ausblick auf das Umland. Die nahegelegene Trifels und Anebos laden zu einer kombinierten Erkundung der gesamten Burgenlandschaft ein.
Der Name „Münz“ geht vermutlich auf das lateinische Wort „munitio“ zurück, was Festung oder Bollwerk bedeutet, und nicht wie oft angenommen auf eine Münzprägung. Die Burg ist als Denkmalzone unter Schutz gestellt und zählt zu den Wahrzeichen der Gemeinde Leinsweiler im Landkreis Südliche Weinstraße. Aufgrund ihrer Lage im Wasgau, dem südlichen Teil des Pfälzerwalds, ist sie auch integraler Bestandteil des Pfälzer Weinsteigs, der in nicht allzu großer Entfernung westlich an der Anlage vorbeiführt.