Mariä Himmelfahrt
Highlights
- Die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Baar-Ebenhausen wurde im 15. Jahrhundert erbaut und später barock umgestaltet.
- Sie gehört zum Dekanat Pfaffenhofen im Bistum Augsburg und wird am 15. August gefeiert.
- Die Kirche verfügt über eine pneumatische Taschenladen-Orgel aus dem Jahr 1907 mit acht Registern.
Tipps
- Die barocke Kirche Mariä Himmelfahrt in Baar ist sehenswert und bietet einen beeindruckenden Innenraum mit Deckenmalereien und einem historischen Hochaltar.
- Im Winter warm anziehen, da die Kirche nicht beheizt ist.
- Die pneumatische Orgel aus dem Jahr 1907 kann bei Führungen erkundet werden.
Eigenschaften
Über Mariä Himmelfahrt
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt befindet sich im Gemeindeteil Baar der Gemeinde Baar-Ebenhausen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm in Bayern. Das Gotteshaus ist einem der wichtigsten Marienfeste gewidmet: dem Mariä Himmelfahrt, welches alljährlich am 15. August begangen wird. Die Kirche ist Teil der Pfarreiengemeinschaft Manching/Baar-Ebenhausen und gehört zum Dekanat Pfaffenhofen im Bistum Augsburg. Sie zählt zudem zu den sakralen Baudenkmalen der Region und ist in der Denkmalliste unter der Nummer D-1-86-113-1 verzeichnet.
Das Bauwerk stammt ursprünglich aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Im Laufe der Zeit erhielt es einen barocken Umbau, der zwischen den Jahren 1699 und 1717 erfolgte. Architektonisch besteht die Kirche aus einem Langhaus, einem leicht eingezogenen Chor mit Fünfachtelschluss im Nordosten sowie einer Sakristei an der Südostwand. Ein markantes Merkmal ist der Chorflankenturm quadratischer Bauform an der Nordwestwand, der mit einer Welschen Haube abgedeckt ist. Im obersten Turmgeschoss befinden sich die Turmuhr sowie ein Glockenstuhl mit drei Glocken.
Der Innenraum der Kirche überzeugt durch kunstvolle barocke Ausstattung. Das Langhaus wird von einem korbbogigen Tonnengewölbe überspannt, das mit Stuck verziert und durch eine Deckenmalerei ergänzt ist. Besonders erwähnenswert ist der Hochaltar aus dem frühen 17. Jahrhundert, der dem Bildhauer Hans Degler zugeschrieben wird. An der Brüstung der Empore ist zudem ein Gemälde mit der Darstellung der zwölf Apostel zu sehen. Diese Ausstattung unterstreicht den künstlerischen und historischen Wert des Sakralbaus.
Weitere kulturelle Besonderheit ist die pneumatische Taschenladen-Orgel mit acht Registern auf einem Manual und Pedal. Sie wurde im Jahr 1907 vom Orgelbauer Franz Borgias Maerz erbaut und verfügt unter anderem über eine Tutti-Spielhilfe sowie eine Koppelung zwischen Manual und Pedal. Das Instrument trägt zur musikalischen Gestaltung der Gottesdienste bei und ist ein Beispiel für die Orgelbaukunst des frühen 20. Jahrhunderts.
Besucher berichten von einer liebevoll gepflegten Kirche mit sehenswerter barocker Innenausstattung. Einige weisen darauf hin, dass es im Winter aufgrund fehlender Beheizung während längerer Aufenthalte kühl werden kann. Andere loben die kunstvolle Gestaltung des Heiligen Grabes, das zeitweise, unter anderem bis Ostersonntag, besichtigt werden kann. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,3 von 5 Sternen bei insgesamt 22 Bewertungen zeigt sich das Gästevergnügen an diesem sakralen Ort.