In den Rödern
Highlights
- In den Rödern bei Babenhausen ist ein Natura-2000-Gebiet mit dem größten Sandrasengebiet der Untermainebene.
- Das Gelände wurde bis 2007 als Truppenübungsplatz genutzt und schützt heute seltene Sandrasenarten.
- Przewalski-Pferde unterstützen die Landschaftspflege in diesem ehemaligen Militärgelände.
Tipps
- Das Gelände ist ehemaliger Truppenübungsplatz, daher militärische Restriktionen möglich.
- Sandrasenflächen sind empfindlich, Wege nur auf ausgewiesenen Pfaden nutzen.
- Przewalski-Pferde dienen der Landschaftspflege, Abstand unbedingt halten.
Eigenschaften
Naturerlebnis in Babenhausen: Ausflug in die Röderregion
Das Naturschutzgebiet „In den Rödern“ befindet sich im südhessischen Babenhausen und zählt zu den bedeutendsten Schutzgebieten der Region. Es handelt sich hierbei um ein kombiniertes FFH- und Vogelschutzgebiet im Rahmen von Natura 2000, das das größte Sandrasengebiet der Untermainebene schützt. Auf einer Fläche von insgesamt 85,68 Hektar erstrecken sich hier vielfältige Lebensräume – von offenen Sandflächen und Heiden bis hin zu Waldflächen im Süden. Die besondere ökologische Bedeutung des Gebiets liegt in der Vielzahl seltener Pflanzen- und Tierarten, die hier aufgrund der nährstoffarmen, sandigen Böden gedeihen. Die Landschaft entstand aus eiszeitlichen Terrassen- und Flugsanden und zeigt typische Züge einer Sandsteppe mit Dünen, Grasflächen und trockenen Heiden. Charakteristisch sind Pflanzen wie Silbergras und Straußgras, die sich auf den offenen Flächen breit machen, während in Vertiefungen zeitweilig Kleinstgewässer entstehen, die von Pionierpflanzen und Amphibien besiedelt werden. Im Südosten grenzt ein bodensaures Waldgebiet mit Buchen-, Eichen-, Misch- und Nadelwald an. Zur Erhaltung dieser empfindlichen Ökosysteme werden Landschaftspflegemaßnahmen durchgeführt, unter anderem mithilfe von Przewalski-Pferden, die durch ihre Beweidung zur Erhaltung der offenen Flächen beitragen. Die Geschichte des Geländes ist eng mit seiner militärischen Nutzung verbunden. Bereits ab 1901 diente es als Exerzierplatz für ein Artillerieregiment. In den Jahren 1919 bis 1936 wurde es als Schafweide genutzt, bevor es erneut militärisch beansprucht wurde. Ab 1934 wurde ein Teil des Gebiets als Militärflugplatz genutzt, der während des Zweiten Weltkriegs stark beschädigt wurde. Nach 1945 diente das Areal als US-amerikanische Garnison. Die intensive militärische Nutzung hatte den positiven Nebeneffekt, dass das Gelände von Düngung und Bioziden verschont blieb, wodurch sich seltene, lichtbedürftige Pflanzengesellschaften entwickeln konnten. Heute lädt „In den Rödern“ Naturliebhaber zu Erkundungsgängen und Beobachtungen ein. Die Vielfalt an Lebensräumen macht es zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für alle, die die unberührte Natur der Region erleben möchten. Wanderwege ermöglichen einen schonenden Zugang zur Flora und Fauna, und besonders in der Zeit von April bis November sind viele Tier- und Pflanzenarten gut zu beobachten. Die friedliche Lage südöstlich von Babenhausen, umgeben von der Ludwigsschneise und weiteren Wegen, macht das Gebiet zu einem idealen Ort für Naturerfahrung und Erholung.
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Häufige Fragen zu In den Rödern
Was ist 'In den Rödern' bei Babenhausen?
Quelle: wikipedia
Welche Fläche umfasst das Gelände 'In den Rödern'?
Quelle: wikipedia
Warum gibt es Przewalski-Pferde in 'In den Rödern'?
Quelle: wikipedia
Was ist die geografische Lage von 'In den Rödern'?
Quelle: wikipedia