Denkmal/Gedenkstätte

Gedenken der Juden in Bacharach

L224, 55422 Bacharach

Highlights

  • Der jüdische Friedhof in Bacharach wurde 1926–1928 oberhalb des städtischen Friedhofs angelegt.
  • Er liegt im Waldgebiet „Am alten Kloster“ und ist über einen Treppenaufgang erreichbar.
  • Auf dem Friedhof sind nur drei Grabsteine erhalten, darunter der von Abraham Keller und Rosa Levy.

Tipps

  • Der jüdische Friedhof liegt oberhalb des städtischen Friedhofs und ist über einen schmalen Waldweg erreichbar.
  • Der Zugang zum Friedhof erfolgt über den kommunalen Friedhof oberhalb der Bundesstraße 9.
  • Vom Friedhof aus besteht ein kurzer Fußweg zur Synagoge im Ortsteil Niederheimbach.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Gedenken der Juden in Bacharach entdecken

Das Gedenken der Juden in Bacharach findet seinen zentralen Ort am Jüdischen Friedhof, der sich am Südrand der Stadt im Stadtteil Oberdiebach befindet. Diese historische Stätte erinnert an die jüdische Gemeinde, die einst in Bacharach lebte und einen wichtigen Teil der lokalen Geschichte darstellte. Der Friedhof wurde in den Jahren 1926 bis 1928 als Doppelanlage zum städtischen Friedhof errichtet, nachdem die israelitische Gemeinde der Stadt um die Bereitstellung eines eigenen Geländes für Bestattungen gebeten hatte. Die Anlage erfolgte in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße 9, allerdings oberhalb des allgemeinen Friedhofs, abgelegen in einem lichten Waldstück am Hang. Der Zugang zum jüdischen Friedhof erfolgt über den kommunalen Friedhof und führt über einen schmalen Waldweg, der im letzten Abschnitt in einen Treppenaufgang mündet. Die Stätte selbst ist klein und überschaubar, doch sie birgt eine hohe historische Dichte. Von den erhaltenen Grabsteinen geht hervor, dass nur wenige Bestattungen stattgefunden haben. Die Grabsteine sind teilweise zweisprachig gehalten und tragen die Namen der Verstorbenen in ostwärts ausgerichteter Anordnung. Zu den namentlich bekannten Verstorbenen gehören Abraham Keller, Rosa Levy, geborene Meyer, sowie Ludwig Halle. Ihre Namen und Daten zeugen von einer Gemeinde, die bis in die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts hinein Bestand hatte. Der Friedhof liegt heute inmitten eines Waldgebietes und ist von einer schlichten Umzäunung umgeben. Die ruhige, abgelegene Lage vermittelt einen würdigen Rahmen für die Erinnerung an die jüdische Lebenswelt in Bacharach. Obwohl keine weiteren Grabsteine erhalten geblieben sind, bleibt die Stätte ein bedeutender Zeuge der regionalen Geschichte und ein Ort des Gedenkens. Die Bezeichnung des umliegenden Geländes „Am alten Kloster“ erinnert zudem an die mittelalterliche Präsenz eines Klosters der Wilhelmiten, das um 1287/88 errichtet worden war und in der Gegend eine wichtige Rolle spielte. Die Erinnerung an die jüdische Gemeinde Bacharachs wird auch durch Forschungsprojekte und kulturhistorische Initiativen lebendig gehalten. So beteiligt sich die Arbeitsgemeinschaft Jüdische Friedhöfe, zu der der Friedhof gehört, an der Erforschung und Erhaltung jüdischer Kulturdenkmale in der Region. Die Stätte selbst ist ein stiller, aber eindrucksvoller Ort, der Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit gibt, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und die Spuren einer einst lebendigen Gemeinschaft zu erfahren.

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Häufige Fragen zu Gedenken der Juden in Bacharach

Wo befindet sich der jüdische Friedhof in Bacharach?
Der jüdische Friedhof liegt in der Gemarkung Oberdiebach am Südrand von Bacharach, oberhalb des städtischen Friedhofs. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde der jüdische Friedhof in Bacharach angelegt?
Der Friedhof entstand zwischen 1926 und 1928 als Doppelanlage mit dem städtischen Friedhof. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wie viele Grabsteine sind heute noch auf dem jüdischen Friedhof in Bacharach erhalten?
Es sind Grabsteine von drei Personen erhalten: Abraham Keller, Rosa Levy und Ludwig Halle. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Gibt es noch ältere Überreste eines jüdischen Friedhofs in Bacharach?
Ein möglicherweise mittelalterlicher jüdischer Friedhof ist nicht belegt; der erhaltene Friedhof stammt aus der Neuzeit. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia