Mariä Himmelfahrt
Highlights
- Sie beherbergt ein historisches Bronzegeläute und beeindruckende Deckengemälde von Johann Martin Heigl aus dem Jahr 1756.
- Das Innere zeigt Rokokostuckarbeiten und einen Hochaltar mit einer Thronenden Muttergottes aus dem 15. Jahrhundert.
Tipps
- Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt liegt zentral auf dem Kirchberg und ist zu Fuß leicht erreichbar.
- Das Innere der Kirche besticht durch barocke Stuckaturen und Deckengemälde aus dem 18. Jahrhundert.
- Besonders abends lohnt ein Besuch, wenn die kunstvoll gestaltete Außenbeleuchtung die Glasfenster in Szene setzt.
Eigenschaften
Über Mariä Himmelfahrt
Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Bad Aibling ist eine römisch-katholische Kirche, die im Erzbistum München und Freising liegt. Auf einem Berg thront die Kirche über der Stadt und ist sowohl vom Ortskern zu Fuß leicht erreichbar als auch von weitem sichtbar. Die im Kern spätgotische Kirche entstand um das 15. Jahrhundert und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und renoviert. Besonders prägend war der Umbau im 18. Jahrhundert nach Plänen von Johann Michael Fischer, der den westlichen Teil verlängerte und mit einem Tonnengewölbe ausstattete.
Das Äußere der Kirche zeigt sich in barocker Formensprache, ergänzt durch mehrere historische Grabsteine aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Nördlich des Kirchengebäudes steht ein Turm mit Kuppelhaube, in dem sich ein Bronzegeläut mit historischer Schlagtonfolge befindet, dessen älteste Glocke aus dem Jahr 1518 stammt. Die Außenbeleuchtung verleiht dem Bau besonders abends eine eindrucksvolle Atmosphäre, die durch die Glasfenster des Innenraums verstärkt wird.
Das Innere der Kirche besticht durch kunstvolle Rokoko-Stuckaturen und Deckengemälde, die thematisch die Himmelfahrt Mariä und die Muttergottes als Hilfe der Christen darstellen. Die Arbeiten stammen unter anderem von Thomas Schwarzenberger sowie von Mitarbeitern Dominikus Zimmermanns. Die Deckenbilder wurden von Johann Martin Heigl geschaffen. Die kunstvoll gestaltete Kanzel aus dem Jahr 1783 wurde von Joseph Götsch gefertigt. Der Hochaltar, ursprünglich aus dem Jahr 1756 und später umgearbeitet, zeigt eine Thronende Muttergottes aus dem späten 15. Jahrhundert sowie den Heiligen Geist im Altarauszug. Im Langhaus befinden sich zwei Seitenaltäre von Götsch, deren Gemälde von Heigl stammen.
Weitere bemerkenswerte Einrichtungsgegenstände sind ein spätgotischer Taufstein aus Rotmarmor, Beichtstühle sowie Gemälde des Kreuzwegs. An den Wänden sind Epitaphien und Grabsteine namhafter Persönlichkeiten der Region zu sehen, darunter der Priester Wolfgang Hagedorn und Wilhelm Prandt zu Prandthausen. Die Kirche verfügt zudem über eine zweistöckige Westempore, auf der sich die Orgel befindet. Das heutige Instrument wurde 1982 von der Orgelbaufirma Wilhelm Stöberl erbaut und verfügt über 36 Register auf drei Manualwerken und Pedal.