Kirche/Kloster

Heilig-Kreuz-Kirche

Heinrichsdorfer Str. 18, 83043 Bad Aibling

Highlights

  • Die Heilig-Kreuz-Kirche in Berbling wurde 1751 bis 1756 im Rokoko-Stil erbaut.
  • Sie entstand an der Stelle einer früheren Kirche, die erstmals 1315 erwähnt wurde.
  • Die Deckenfresken zeigen Szenen zur Heilswirkung des Heiligen Kreuzes und sind möglicherweise von Johann Baptist Zimmermann.

Tipps

  • Die Heilig-Kreuz-Kirche in Berbling ist ein Rokoko-Bau aus dem 18. Jahrhundert und wird auch „Kleine Wies“ genannt.
  • Besucher finden ein gestrecktes Achteck mit Kuppel, reich verzierte Stuckaturen und die berühmten drei Frauen von Wilhelm Leibl.
  • Ein Spaziergang rund um die von einer Mauer umgebenen Kirche lohnt sich besonders in der warmen Jahreszeit.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur und Sakralbau in Bad Aibling: Die Heilig-Kreuz-Kirche erkunden

Die Heilig-Kreuz-Kirche in Berbling, einem Ortsteil der Stadt Bad Aibling im Landkreis Rosenheim, zählt zu den bedeutendsten sakralen Baudenkmälern der Region. Im Volksmund auch gerne „Kleine Wies“ genannt, erinnert ihr Name an die berühmte Pilgerstätte in Bayern und spiegelt den ursprünglichen Wallfahrtscharakter der Kirche wider. Die heutige Kirche entstand Mitte des 18. Jahrhunderts und ist ein herausragendes Beispiel des bayerischen Rokoko. Sie gehört zum Dekanat Bad Aibling des Erzbistums München und Freising und wird alljährlich am 14. September, dem Hochfest des Kreuzes, geweiht.

Bereits im Mittelalter, erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1315, existierte an dieser Stelle eine Vorgängerkirche. Die heutige Anlage wurde jedoch im Zuge des barocken Baubooms im 18. Jahrhundert als neue Gnadenstätte errichtet. Initiator des Baus war Abt Placidus Forster von Scheyern, der in Berbling seinen Alterssitz nehmen wollte. Der Baumeister Philipp Millauer begann mit dem Bau, wobei vermutlich Vorlagen von Kilian Ignaz Dientzenhofer verwendet wurden. Nach Millauers Tod wurde der Bau von seinem Nachfolger Hans Thaller fortgesetzt und 1758 durch Weihbischof Johann Nepomuk von Wolf feierlich geweiht.

Die Architektur der Kirche folgt einem gestreckten Achteckgrundriss mit nach innen geschwungenen Wänden und einer zentralen Kuppel – ein typisches Merkmal des süddeutschen Rokoko. Die reichhaltige Stuckatur im Inneren zählt zu den künstlerischen Höhepunkten der Kirche: Girlanden, Putten, Blumen und Weinlaub ranken sich durch die Räume und schaffen ein harmonisches Gesamtbild. Die Deckenfresken, vermutlich von Johann Baptist Zimmermann und seinem Schüler Johann Martin Heigl, thematisieren die Heilswirkung des Kreuzes und beziehen sich auf die lokale Kreuzreliquie. Besonders beeindruckend ist das Chorfresko mit der Darstellung der Kreuzesprobe der heiligen Helena sowie das Deckengemälde der Schlacht an der Milvischen Brücke.

Die Ausstattung der Kirche ist von außergewöhnlichem künstlerischem Wert. Der Rokoko-Hochaltar, wahrscheinlich von Joseph Götsch entworfen, zeigt ein Gemälde, das eine Kopie des berühmten Altarblatts aus der Tegernseer Klosterkirche ist. Die seitlichen Figuren der heiligen Josef und Joachim stammen aus der Werkstatt von Johann Baptist Straub. Auch die Kanzel, ursprünglich von Johann Marggraff im Stil des Historismus geschaffen, hat eine wechselhafte Geschichte: Sie wurde in den 1940er Jahren entfernt und durch eine schlichtere ersetzt. Im Außenbereich ziert ein Epitaph aus dem 14. Jahrhundert die südliche Außenwand, ein Zeugnis der Vorgängerkirche.

Die Heilig-Kreuz-Kirche ist nicht nur wegen ihrer architektonischen und künstlerischen Besonderheiten von Bedeutung, sondern auch als geschütztes Kulturdenkmal. Zusammen mit der Friedhofsummauerung, der Friedhofskapelle und dem Kriegerdenkmal steht sie unter Denkmalschutz. Besucher schätzen die Kirche als stimmungsvolle und intime Sakralstätte, die zum Verweilen und Innehalten einlädt. Zahlreiche positive Bewertungen bezeichnen sie als „wunderschöne Kirche“ und „Dorfkirche, die man gesehen haben muss“, nicht zuletzt wegen der berühmten Gemälde von Wilhelm Leibl und der idyllischen Lage, die sich ideal für einen ruhigen Spaziergang eignet.

Bewertungen

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Häufige Fragen zu Heilig-Kreuz-Kirche

Wann wurde die Heilig-Kreuz-Kirche in Berbling erbaut?
Die heutige Heilig-Kreuz-Kirche entstand zwischen 1751 und 1756 im Rokoko-Stil. {stand}

Quelle: wikipedia

Wer war der Stifter der Heilig-Kreuz-Kirche?
Die Kirche wurde vom Scheyerner Abt Placidus Forster gestiftet, der seinen Alterssitz in Berbling nehmen wollte. {stand}

Quelle: wikipedia

Warum wird die Heilig-Kreuz-Kirche auch „Kleine Wies“ genannt?
Die umgangssprachliche Bezeichnung „Kleine Wies“ rührt vermutlich von der Ähnlichkeit mit der Wieskirche in Steingaden her. {stand}

Quelle: wikipedia

Welche künstlerischen Elemente befinden sich in der Kirche?
Die Kirche zeigt reiche Stuckaturen mit Girlanden, Putten und Blumen sowie Deckenfresken, darunter Szenen zur Kreuzesverehrung. {stand}

Quelle: wikipedia