Schreibersches Haus
Highlights
- Das Schreibersche Haus ist eines der ältesten Gebäude der barocken Residenzstadt Bad Arolsen.
- Es wurde im 18. Jahrhundert zur Dreiflügelanlage erweitert und beherbergt heute ein Museum mit barocken und klassizistischen Ausstattungen.
- Das Haus zeigt Werke der Malerdynastie um Wilhelm von Kaulbach sowie stadtgeschichtliche Exponate zur Entwicklung der Residenz.
Tipps
- Das Schreibersche Haus ist nur an bestimmten Tagen geöffnet, daher vor Besuch die aktuellen Öffnungszeiten prüfen.
- Das Gelände ist hügelig, gute Schuhe sind empfehlenswert.
- Neben dem Schreiberschen Haus lohnt ein Besuch weiterer Museen in der Schlossstraße.
Eigenschaften
Über Schreibersches Haus
Das Schreibersche Haus zählt zu den ältesten Bauwerken der barocken Residenzstadt Bad Arolsen und befindet sich im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg. Die dreiflügelige Anlage entstand im Laufe des 18. Jahrhunderts und wurde durch kunstvolle Schnitzereien sowie Wanddekorationen im Stil des frühen Klassizismus in der Beletage ausgestattet. Heute beherbergt das Gebäude eine stadtgeschichtliche Abteilung, die mit Dokumenten, Modellen und Bildergalerien die Entwicklung der Residenzstadt im 18. Jahrhundert nachzeichnet.
Ein besonderer Schwerpunkt des Hauses liegt auf der Darstellung der Kaulbach-Malerei. Gemälde und grafische Arbeiten der Malerdynastie um Wilhelm von Kaulbach sind hier zu sehen. Neben ständigen Exponaten werden auch wechselnde Kabinettausstellungen in den Räumen der Obergeschosse präsentiert. Bekannte Werke, darunter bisher unveröffentlichte Gemälde und Skizzen aus dem Familiennachlass des sogenannten „Kindermalers“ Hermann Kaulbach, erweitern das kulturelle Profil des Hauses.
Ein weiteres Highlight ist der Festsaal, der mit figürlichen und ornamentalen Holzschnitzereien von Johann Friedrich Valentin dekoriert ist. Valentin war der erste Lehrmeister des Bildhauers Christian Daniel Rauchs und schuf damit eine der bedeutendsten barocken Innenräume in Hessen. Die kunsthandwerkliche Qualität des Raumes unterstreicht die repräsentative Funktion des Gebäudes in der Zeit der Residenzstadt.
Das Schreibersche Haus wird nur zu bestimmten Terminen im Jahr für Besuche geöffnet. Diese beschränkte Erreichbarkeit unterstreicht den besonderen Charakter des Hauses als kulturhistorisches Zeugnis. Die Öffnungstage sind thematisch ausgerichtet und bieten gelegentlich auch Führungen oder spezielle Anlässe wie den Tag des offenen Denkmals oder den Internationalen Museumstag.