Vorsperre-Twistetalsperre
Highlights
- Die Twistetalsperre schützt Bad Arolsen und Umgebung seit 1981 mit Hochwasserrückhaltung.
- Gebaut wurde sie nach der Heinrichsflut von 1965 zur Gewässerregulierung.
- Der See entstand durch aufwändige Abdichtungen und Verzögerungen im Bau.
Tipps
- Besucher sollten wetterfeste Kleidung tragen, da das Klima am Twistesee wechselhaft sein kann.
- Parkmöglichkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Staudamm in Wetterburg.
- Informationsmaterial zur Baugeschichte und Funktion der Talsperre ist am Besucherzentrum erhältlich.
Eigenschaften
Über Vorsperre-Twistetalsperre
Die Vorsperre-Twistetalsperre befindet sich im hessischen Bad Arolsen und gehört zum Landschaftsschutzgebiet im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg. Sie staut die Twiste und bildet den Twistesee, der vollständig innerhalb der Stadtgemeinde Bad Arolsen liegt. Der Staudamm befindet sich im Ortsteil Wetterburg, während der Ortsteil Neu-Berich östlich des Sees gelegen ist. Die Talsperre liegt am Nordrand des Langen Waldes und zählt zu den bedeutenden Wasserbauwerken der Region.
Der Bau der Talsperre erfolgte als Reaktion auf das verheerende Hochwasser der sogenannten Heinrichsflut, die schwere Schäden im Einzugsgebiet der Twiste und Diemel verursachte. Aufgrund dieser Ereignisse wurde der Hessische Wasserverband Diemel gegründet, der unter anderem den Bau dieser Talsperre zur Hochwasserschutzgewährleistung vorsah. Die Errichtung begann mit Vorarbeiten und führte schließlich zur Realisierung des Steinschüttdamms aus Buntsandstein mit einer Kerndichtung. Während der Bauzeit kam es aufgrund poröser Böden zu technischen Herausforderungen, die durch aufwändige Abdichtungsmaßnahmen gelöst wurden.
Die Talsperre dient hauptsächlich dem Hochwasserschutz sowie der Regulierung des Wasserhaushalts im Unterlauf der Twiste. Neben ihrer Funktion als Wasserbauwerk ist der Twistesee auch ein sauberes Gewässer, da Abwässer aus dem Einzugsgebiet gezielt am See vorbeigeführt werden. Der See erstreckt sich über das Stadtgebiet von Bad Arolsen und grenzt direkt an die Ortschaften Braunsen und Wetterburg. Die Anlage gilt als eine der saubersten Talsperren Deutschlands und trägt zur landschaftlichen und ökologischen Vielfalt der Region bei.
Im Zuge des Baus mussten einzelne historische Objekte, darunter das Gut Lefringhausen und die Campagnemühle, weichen. Die Baukosten beliefen sich auf mehrere Millionen Deutsche Mark, wobei zusätzliche Mittel für Nebenanlagen am See bereitgestellt wurden. Nach Abschluss der Bauarbeiten und mehreren Teststauungen wurde die Twistetalsperre offiziell eingeweiht. Heute wird die Anlage vom Hessischen Wasserverband Diemel betrieben, der auch für den laufenden Unterhalt verantwortlich ist.