Kunstwanderweg Hoher Fläming
Tipps
- Für den Kunstwanderweg Hoher Fläming in Wiesenburg/Mark empfiehlt sich festes Schuhwerk, da der Weg teils uneben und naturbelassen ist.
- Unterstützung durch eine Wanderkarte oder GPS-Gerät ist sinnvoll, um die verschiedenen Routenabschnitte und Kunstwerke gezielt zu erkunden.
- Bei Nutzung der Augmented-Reality-Route sollte ein voll geladenes Smartphone zur Verfügung stehen, um die digitalen Inhalte abrufen zu können.
Eigenschaften
Über Kunstwanderweg Hoher Fläming
Der Kunstwanderweg Hoher Fläming in Wiesenburg/Mark ist Teil eines umfangreichen Kunst- und Naturerlebnisses im Naturpark Hoher Fläming in Brandenburg. Die insgesamt mehrere Kilometer lange Wegstrecke verbindet die Bahnhöfe von Bad Belzig und Wiesenburg/Mark und gliedert sich in verschiedene Routenabschnitte. Dazu gehören die Nordroute, die Südroute sowie eine neuere Erweiterung mit Augmented-Reality-Elementen. Die Kunstwerke entlang der Wege sind das Ergebnis mehrerer Wettbewerbe, an denen nationale und internationale Künstler teilnahmen.
Die Nordroute erstreckt sich über etwa 17 Kilometer und führt von Bad Belzig über Hagelberg und Schmerwitz nach Wiesenburg. Zehn landschaftsbezogene Kunstwerke säumen diesen Weg, darunter bemerkenswerte Arbeiten wie „Axis Mundi 2“ von Jens Kanitz oder „intermezzo“ von Susanne Ruoff. Die Südroute verbindet Bad Belzig mit Borne und Wiesenburg/Mark auf einer Strecke von etwa 16 Kilometern. Thematisch widmet sich diese Route der historischen Besiedlung des Fläming durch Flamen vor etwa 850 Jahren. In einem zweistufigen Verfahren wurden je sechs Künstler aus Flandern und aus der Region ausgewählt, deren Arbeiten heute entlang des Weges zu sehen sind.
Eine besondere Neuerung ist der Kunstwanderweg XR, eine etwa 10 Kilometer lange Strecke zwischen dem Bahnhof Wiesenburg und Klein Glien. Diese Route wurde mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Zuge der Pandemie neu konzipiert und erweitert. Hier kommen digitale Kunst und Augmented-Reality-Technologie zum Einsatz. Über eine spezielle App können Besucher*innen an sechs Stationen 3D-Animationen und sogenannte Avatare aktivieren, die bestehende Kunstwerke ergänzen. Die Umsetzung dieses innovativen Konzepts stößt bei einigen Gästen auf gemischte Resonanz – als spannende Idee, deren praktische Umsetzung jedoch Verbesserungspotenzial aufweist.
Die künstlerischen Arbeiten im Rahmen des Projekts „kunst land hoher fläming“ werden vom Naturparkverein Fläming e. V. koordiniert und realisiert. Die Finanzierung erfolgte unter anderem durch das europäische LEADER-Programm sowie den Landkreis Potsdam-Mittelmark. Ziel ist es, Kunst und Natur miteinander zu verbinden und Besucher*innen auf eine anschauliche und vielschichtige Weise mit der Region und ihrer Geschichte auseinanderzusetzen. Der Weg verläuft durch landschaftlich reizvolles Gebiet mit Wiesen, Wäldern, Obstbaumalleen und kleinen Dörfern, die den kulturellen wie natürlichen Reichtum des Hohen Flämings widerspiegeln.