St. Severin (Gutendorf)
Highlights
- St. Severin in Gutendorf ist eine romanische Chorturmkirche aus dem 13. Jahrhundert mit gotischen und barocken Elementen.
- Die Kirche verfügt über einen Kanzelaltar mit Engelsfiguren und eine historische Orgel aus dem Jahr 1800.
- Gottesdienste finden in größeren Abständen und zu Feiertagen statt, außerhalb nur zum Tag des Offenen Denkmals.
Tipps
- Außerhalb der Gottesdienste ist die Kirche nur am Tag des Offenen Denkmals zugänglich oder nach vorheriger Absprache zu besichtigen.
- Das hölzerne Taufgestell und die historische Orgel aus dem Jahr 1800 sind besondere Zeugnisse der kirchlichen Geschichte vor Ort.
Eigenschaften
Über St. Severin (Gutendorf)
Die evangelische Kirche St. Severin in Gutendorf zählt zu den sakralen Kulturdenkmälern im Landkreis Weimarer Land in Thüringen. Die ursprünglich romanische Chorturmkirche aus dem 13. Jahrhundert zeigt noch heute Reste der romanischen Bauweise, insbesondere in Form von Rundbögen an Türen und Fenstern. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrfach umgebaut, darunter barocke Umbauten im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert. Der Kirchturm wird von einem einfachen Zeltdach gekrönt.
Besondere Aufmerksamkeit verdient der Kanzelaltar, der mit Engelsfiguren, einer Strahlensonne und einem Pelikan ausgestattet ist. Letzterer gilt als symbolische Darstellung der Fürsorge und Zuwendung Christi. Ein weiteres bemerkenswertes Element ist das hölzerne Taufgestell mit einer Darstellung der Taufe Jesu durch Johannes. Die Kirche beherbergt zudem eine Orgel, die um etwa 1800 erbaut wurde und weitgehend im Originalzustand erhalten ist, allerdings stark verschmutzt und nur eingeschränkt spielbar.
St. Severin ist Teil der eigenständigen Kirchengemeinde Gutendorf, die zum Kirchspiel Klettbach gehört. Gottesdienste finden in unregelmäßigen Abständen sowie zu besonderen kirchlichen Feiertagen statt. Der Zugang zur Kirche ist außerhalb dieser Zeiten eingeschränkt. Lediglich am Tag des Offenen Denkmals besteht die Möglichkeit einer Besichtigung. Weitere Führungen sind nach Absprache mit der Gemeinde möglich.
Die gotische Sakramentsnische im Inneren der Kirche unterstreicht den historischen Wert des Gebäudes. Die Kombination aus romanischen Grundformen, späteren gotischen Elementen und barocker Ausstattung macht St. Severin zu einem interessanten Beispiel für die kirchenbauliche Entwicklung in Mitteldeutschland. Die Pflege und Erhaltung des Denkmals liegt in der Verantwortung der evangelischen Kirchengemeinde vor Ort.