Margaretenkirche Steinbach
Highlights
- Die Margaretenkirche in Steinbach wurde um 1220 erbaut und erinnert stilistisch an den Naumburger Dom.
- Das Kirchengebäude verfügt über einen Westturm, ein Schiff und einen Chor mit Apsis, stilistisch der Romanik zuzuordnen.
- Erhaltene Bauteile wie Fenster, Portal und Kanzel stammen aus dem 16. Jahrhundert, die Orgel ist aus dem Jahr 1871.
Tipps
- Grabsteine aus dem 17. und 18. Jahrhundert zieren den Außenbau der Kirche und ergänzen den historischen Eindruck des Denkmals.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Sakral: Margaretenkirche Steinbach in Bad Bibra
Die Margaretenkirche in Steinbach, einem Ortsteil von Bad Bibra in Sachsen-Anhalt, zählt zu den bedeutenden sakralen Baudenkmälern der Region und ist eine Station der Straße der Romanik. Die evangelische Kirche, deren Ursprünge ins frühe 13. Jahrhundert zurückreichen, gilt als ein frühes Werk des sogenannten Naumburger Meisters und zeugt von hoher architektonischer Qualität. Ihre abseits des Dorfkerns gelegene, nördliche Lage ist historisch bedingt: Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges wurde der ursprüngliche Ortsteil weitgehend zerstört und später an seiner heutigen Stelle neu aufgebaut.
Das Kirchengebäude gliedert sich in einen quadratischen Westturm, ein rechteckiges Schiff sowie einen quadratischen Chor mit halbkreisförmiger Apsis. Besonders bemerkenswert ist die architektonische Gestaltung der Chorseitenwände, deren oberer Teil durch je ein Fenster, Ecklisenen und einen spitzbogigen Fries geprägt ist. Der Chorgiebel wird von einem Treppenfries umgeben. Die ursprünglichen, kleinen rundbogigen Fenster mit charakteristischen Wulstlaibungen sind größtenteils erhalten geblieben. Weitere Fenster erhielten im späten 16. Jahrhundert eine Restaurierung, was durch eine Datierung am nördlichen Triumphbogenpfeiler belegt ist. An der Südseite des Schiffs befindet sich ein beeindruckendes rundbogiges Säulenportal mit Akanthusverzierungen und einem reich gegliederten Tympanon.
Der Innenraum der Kirche beherbergt einige wertvolle historische Objekte. Der Taufstein stammt aus dem 16. Jahrhundert, die Kanzel ist aus dem Jahr 1598 und wurde aus Sandstein gefertigt. Sie zeigt einen rundem Korb auf einem kannelierten Fuß. Die Orgel im Inneren ist ein Instrument des Orgelbauers Wilhelm Heerwagen aus dem Jahr 1871 und verfügt über neun Register auf einem Manual und Pedal. Diese Ausstattungsstücke unterstreichen den kulturellen und kunsthistorischen Wert der Kirche innerhalb der evangelischen Sakralbauten Sachsens-Anhalts.
Am Äußeren des Gebäudes sind zudem mehrere Grabsteine aus dem 17. und 18. Jahrhundert angebracht, darunter auch figürliche Darstellungen, die weitere Zeugnisse vergangener Epochen bieten. Obwohl der Zugang zur Kirche nicht immer gewährleistet ist, wird sie von Besuchern als sehenswert und besonders beschrieben. Ihre klare Bauform, die stilistischen Bezüge zum Naumburger Dom sowie ihre landschaftliche Abgeschiedenheit machen sie zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Kultur- und Kircheninteressierte.
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Häufige Fragen zu Margaretenkirche Steinbach
Wann wurde die Margaretenkirche in Steinbach erbaut?
Quelle: wikipedia
Wo befindet sich die Margaretenkirche?
Quelle: wikipedia
Was zeichnet die Architektur der Kirche aus?
Quelle: wikipedia
Welche Besonderheiten gibt es im Inneren der Kirche?
Quelle: wikipedia