Bismarkturm
Highlights
- Der Bismarckturm in Rudolstadt wurde 1899 als erste Bismarck-Feuersäule Deutschlands errichtet.
- Das Bauvorhaben entstand durch den Rudolstädter Abend, eine studentische Gesellschaft um Waldemar Klinghammer.
- Die Finanzierung erfolgte komplett durch Spenden der Vereinsmitglieder, der Bau kostete 2.000 Mark.
Tipps
- Der Bismarckturm in Bad Blankenburg ist aktuell noch nicht zugänglich, aber ein Hinweis am Wegweiser wäre hilfreich.
- Die Aussicht vom Areal des ehemaligen Bismarckturms, heute Geschwister-Scholl-Turm, auf Rudolstadt ist beeindruckend.
- Der Turm wurde 1899 als erste Bismarck-Feuersäule in Deutschland errichtet und 1900 erstmals entzündet.
Eigenschaften
Über Bismarkturm
Der Bismarckturm in Bad Blankenburg steht auf dem Gebirgsgrat des Zeigerheimer Berges und ist ein bedeutendes Kulturdenkmal der Region. Errichtet wurde der Turm ursprünglich als Bismarck-Feuersäule zum Gedenken an den Reichskanzler Otto von Bismarck. Die Initiative ging von der studentischen Vereinigung „Rudolstädter Abend“ aus, die den Bau bereits Ende des 19. Jahrhunderts beschloss. Das Gelände befindet sich heute auf thüringischem Gebiet, direkt an der Flurgrenze zwischen Rudolstadt und Bad Blankenburg, wobei das Grundstück formal zur Stadt Rudolstadt gehört.
Der Entwurf des Architekten Gottwalt Schinzel sah einen etwa 9,50 Meter hohen Turm mit einem seitlichen Anbau vor, der als Unterkunftsraum für die Mitglieder des Vereins diente. Der Bau wurde vollständig durch Spenden finanziert, insgesamt wurden etwa 2.000 Mark aufgebracht. Die Bauarbeiten begannen Anfang Februar, die Grundsteinlegung erfolgte kurz darauf. Besonderheiten des Bauprojekts waren die Verwendung von regionalen Kalksteinen aus einem nahegelegenen Steinbruch sowie die tatkräftige Unterstützung vieler Rudolstädter Handwerker und Bürger. Die Fertigstellung des Turms wurde bereits wenige Wochen später abgeschlossen.
Ursprünglich war geplant, eine Feuerschale auf dem Turm zu entzünden, was jedoch erst im Jahr nach der Einweihung geschah. Der Turm diente damit sowohl als Denkmal als auch als symbolischer Aussichtspunkt mit Blick auf das nahe Rudolstadt. Die Mitglieder des „Rudolstädter Abends“ verbanden mit dem Bau den Wunsch, die Erinnerung an Bismarcks politische Leistungen lebendig zu halten. Im Laufe der Jahre wurde der Turm mehrfach restauriert, zuletzt durch engagierte Freiwillige, was in der Öffentlichkeit auf positive Resonanz stieß.
Heute ist der Bismarckturm ein beliebtes Ausflugsziel für Besucherinnen und Besucher, die sich für Kultur und Geschichte interessieren. Die umliegende Landschaft lädt zu Wanderungen ein, und der Turm selbst bietet einen guten Blick über die Region. Allerdings ist der Zugang zum Turm in manchen Phasen eingeschränkt, was in der Vergangenheit zu Kritik führte. Dennoch bleibt der Bismarckturm ein stimmungsvolles Zeugnis der Verehrung Bismarcks und ein markanter Punkt im thüringischen Kulturland.