Museum

Stadt- und Bädermuseum "Möckelhaus"

Beethovenstraße 8, 18059 Bad Doberan

Highlights

  • Das Möckelhaus zeigt die Glanzzeit von Bad Doberan und Heiligendamm als Sommerresidenz der Herzöge und erstes deutsches Seebad (ab 1793).
  • Neogotische Villa von Architekt Möckel (1888) mit originalem Wohnzimmer, Buntglas und historischen Exponaten wie Bademode und medizinischen Geräten.
  • Rollstuhlgerechter Zugang und WC; Sonderausstellungen zu regionalen Themen ergänzen die Dauerausstellung zur Stadt- und Badekultur.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt ins Museum.
  • Im Erdgeschoss finden wechselnde Sonderausstellungen statt, die aktuelle Themen wie lokale Persönlichkeiten oder historische Ereignisse aufgreifen.
  • Die Dauerausstellung im Obergeschoss zeigt die Entwicklung von Bad Doberan und Heiligendamm als kulturelles und kurisches Zentrum des 19. Jahrhunderts.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug: Museum Möckelhaus Bad Doberan

Das Stadt- und Bädermuseum „Möckelhaus“ in Bad Doberan ist ein faszinierendes Zeitfenster zur Glanzzeit der mecklenburgischen Badekultur und Architektur. Eingebettet in eine neogotische Villa aus dem Jahr 1888, die der berühmte Architekt Gotthilf Möckel als sein eigenes Wohn- und Geschäftshaus schuf, vereint das Museum Geschichte, Kunst und regionalen Charme. Möckel, ein Pionier des neogotischen Stils, prägte mit dem „Dornröschenschloss“ – wie er sein Haus liebevoll nannte – nicht nur Doberan, sondern auch die Umgebung mit seinen Kirchen- und Schlossbauten.

Die Dauerausstellung im Obergeschoss erzählt die bewegte Geschichte von Bad Doberan und Heiligendamm als Sommerresidenz der mecklenburgischen Herzöge und als erstes deutsches Seebad. Besonders eindrucksvoll sind die Exponate, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben des 18. und 19. Jahrhunderts lebendig werden lassen. Von historischen Grafiken und Gemälden über medizinische Geräte bis hin zu Bademoden und Reiseutensilien bietet die Sammlung einen einzigartigen Einblick in die Epoche. Ein Highlight ist das originalgetreue Wohnzimmer Möckels, das Besucher in die Atmosphäre vergangener Zeiten versetzt.

Das Möckelhaus durchlief im Laufe der Zeit zahlreiche Wandlungen: Nach Möckels Tod diente es als Wohnhaus seiner Witwe, später als Landwirtschaftsschule und Sonderschule. Erst nach einer umfassenden Sanierung von 1998 bis 2004 wurde die Villa wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt und als Kulturstätte eröffnet. Heute beherbergt das Erdgeschoss wechselnde Sonderausstellungen mit regionalem Bezug, während das Obergeschoss der Dauerausstellung gewidmet ist. Besonders sehenswert ist der Blaue Salon im zweiten Obergeschoss, der mit einem Modell des historischen Kamps um 1840 das kulturelle Treiben der Badekultur veranschaulicht.

Das Museum richtet sich nicht nur an Geschichtsinteressierte, sondern auch an Familien. Spezielle Führungen und Angebote für Kinder und Jugendliche machen die Ausstellung interaktiv und altersgerecht. Ob als „Museumsdetektiv“ auf Schatzsuche oder als Entdeckungstour durch die Geschichte – das Möckelhaus bietet für jeden etwas. Dank seiner barrierefreien Gestaltung mit rollstuhlgerechtem Zugang und WC ist es zudem für alle Besucher zugänglich. Wer sich für die Verbindung von Architektur, Geschichte und Badekultur begeistert, findet im Möckelhaus ein einzigartiges Erlebnis.

Mit seiner einzigartigen Kombination aus historischer Villa und anschaulicher Ausstellung ist das Stadt- und Bädermuseum „Möckelhaus“ ein Muss für alle, die die besondere Verbindung von Bad Doberan und Heiligendamm erleben möchten. Das Haus selbst ist dabei nicht nur Ausstellungsstück, sondern auch ein architektonisches Juwel – ein Ort, an dem Geschichte greifbar wird.

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