Trappistenkloster Driburg
Highlights
- Das Trappistenkloster Driburg wurde 1799 als Filialkloster des Klosters Darfeld-Rosenthal gegründet.
- Es musste 1803 aufgelöst werden, bevor die Mönche 1804 das Kloster Darfeld-Kleinburlo pachten konnten.
- Das Kloster in Driburg war Teil eines Doppelklosters mit Mönchen und Nonnen, die nach der Französischen Revolution aus der Schweiz flohen.
Tipps
- Das Kloster ist zu Fuß gut von Bad Driburg aus erreichbar.
- In der Klosterpforte können Karten für besondere Anlässe gekauft werden.
- Die Kirche bietet einen ruhigen Raum für Besucher und Familien mit Kindern.
Eigenschaften
Über Trappistenkloster Driburg
Das Trappistenkloster Driburg befindet sich im nordrhein-westfälischen Bad Driburg und ist Teil einer langen geschichtlichen Tradition, die bis ins späte 18. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich als Tochtergründung des Klosters Darfeld-Rosenthal entstand, wurde es 1799 als Filialkloster unter dem Namen St. Liborius gegründet. Die Trappisten, eine reformierte Benediktiner-Ordenstradition, suchten in dieser Zeit Zuflucht vor den Wirren der Französischen Revolution. Obwohl das Kloster in Driburg nur kurz Bestand hatte, prägte es den Ort nachhaltig. Später erfolgte die Ansiedlung eines neuen Klosterbetriebs, als die Gemeinschaft aus Darfeld-Kleinburlo nach Driburg übersiedelte und hier dauerhaft Fuß fasste.
Heute ist das Trappistenkloster Driburg vor allem durch die Anwesenheit der sogenannten „Pink Sisters“ bekannt, einer Gemeinschaft von Schwestern aus der Kongregation der Sakramentinen Schwestern von Perpetuel Adorateurs (SSpSAP). Diese Schwestern tragen rosa Gewänder und widmen sich neben dem Gebet unter anderem der Herstellung von Hostien sowie handwerklichen Arbeiten. Ihre Lebensweise folgt den strengen Regeln der Trappistinnen-Tradition, gepaart mit einer tiefen Hingabe an die Eucharistiefeier und stille Andacht. Die Kirche des Klosters lädt mit ihrer schlichten, dennoch würdevollen Atmosphäre zur Besinnung ein und wird regelmäßig von Besucherinnen und Besuchern aufgesucht.
Das Kloster ist fußläufig vom Zentrum Bad Driburgs aus gut zu erreichen und bietet einen Ort der Ruhe mitten in der Stadt. Die freundliche und hilfsbereite Haltung der Schwestern wird von Gästen geschätzt, etwa bei der Auswahl von Andachtskarten oder beim Betreten der Kirche. Auch kleine Kinder finden hier eine ruhige Atmosphäre vor, die zum Verweilen einlädt. Neben der geistlichen Dimension zeichnet sich das Kloster durch seine handwerkliche Tätigkeit aus – die Schwestern backen Hostien, die regional und über die Grenzen hinaus Verwendung finden. Diese Verbindung von Arbeit, Gebet und Stille prägt den Alltag im Kloster bis heute.
Die Geschichte des Trappistenklosters Driburg ist eng verknüpft mit der regionalen Entwicklung im Kreis Höxter. Es entstand in einer Zeit großer politischer und kirchlicher Umbrüche und wurde durch die Unterstützung adeliger Familien wie der Droste zu Vischering ermöglicht. Die frühere Verbindung zum Mutterhaus in Darfeld-Rosenthal sowie später zu anderen Klöstern in der Region unterstreicht die Bedeutung des Ortes innerhalb des westfälischen Trappisten-Netzwerks. Heute steht das Kloster als Zeugnis einer lebendigen, zurückgezogenen Gemeinschaft in der Stadt und zieht mit seiner besonderen Ausstrahlung Gläubige und Interessierte gleichermaßen an.