Großsteingrab Oebles-Schlechtewitz
Highlights
- Das Großsteingrab Oebles-Schlechtewitz war eine jungsteinzeitliche megalithische Grabanlage bei Bad Dürrenberg im Saalekreis.
- Die Grabkammer war ost-westlich orientiert, maß 3,7 Meter Länge und war mit Steinplatten abgedeckt.
Tipps
- Das Großsteingrab Oebles-Schlechtewitz wurde archäologisch untersucht und ist heute nicht mehr erhalten.
- Die ehemalige Grabstätte lag am Fuchsberg in ebenem Gelände, was für Besucher ohne spezifische Geländeanforderungen zugänglich war.
- Da keine Beigaben gefunden wurden, ist der archäologische Kontext eng begrenzt und für Fundsuchen nicht relevant.
Eigenschaften
Archäologischer Ausflug zum Großsteingrab in Oebles-Schlechtewitz entdecken
Das Großsteingrab Oebles-Schlechtewitz ist ein archäologisch bedeutendes Kulturerbe aus der Jungsteinzeit und zählt zu den megalithischen Grabanlagen in Sachsen-Anhalt. Es liegt im Ortsteil Oebles-Schlechtewitz, nahe der Stadt Bad Dürrenberg im Saalekreis. Die Anlage wurde erstmals 1878 vom Archäologen Friedrich Klopfleisch untersucht, der jedoch keinen wissenschaftlichen Bericht darüber veröffentlichte. Später wurde das Grab stark zerstört, sodass heute kein vollständiges Bauwerk mehr sichtbar ist. Dennoch bleibt seine Forschungsgeschichte und die dokumentierten Befunde von großer Bedeutung für das Verständnis der neolithischen Bestattungskulturen in der Region. Die Grabanlage befand sich am Fuchsberg in einer ebenen Landschaft. Sie bestand aus einer Hügelschüttung mit einem Durchmesser von etwa sechs Metern und einer Höhe von 1,5 Metern. In diese Erdschüttung war eine ost-westlich orientierte Grabkammer eingetieft. Die Kammer hatte eine Länge von etwa 3,7 Metern und eine Breite von etwa 2,26 Metern. Die Wände der Kammer wurden aus Bruchsteinen errichtet, der Boden mit einem Steinpflaster versehen. Die Deckung erfolgte durch zwei große Steinplatten. Aufgrund der baulichen Eigenheiten lässt sich der genaue Grabtyp nicht eindeutig bestimmen. Archäologische Fachliteratur vermutet ein eingesenktes Kammergrab, ein pseudomegalithisches Mauerkammergrab oder eine Kombination beider Bauformen. In der Grabkammer fanden Forscher die Überreste eines einzelnen menschlichen Skeletts, das möglicherweise mit einer Holzkonstruktion abgedeckt war. Innerhalb der Hügelschüttung oberhalb der Kammer entdeckte man zudem eine Steinpackung mit einer darunterliegenden Ascheschicht. Ob diese beiden Bestattungen zeitgleich oder nacheinander erfolgten, bleibt unklar. Auffällig ist, dass im gesamten Grab keine Beigaben gefunden wurden, was die Datierung und kulturelle Einordnung erschwert. Die architektonischen Merkmale deuten jedoch auf eine Verbindung zur spätneolithischen Walternienburger Kultur oder zur Bernburger Kultur hin, die beide für ihre charakteristischen Grabformen und gesellschaftlichen Strukturen bekannt sind. Obwohl das Großsteingrab heute nicht mehr vollständig erhalten ist, hat es einen hohen kulturhistorischen Wert. Es repräsentiert die Lebens- und Bestattungsformen der Menschen der Jungsteinzeit und zeigt die Vielfalt megalithischer Bauweisen in Mitteleuropa. Die Forschung zu dieser Anlage trägt dazu bei, das Verständnis der damaligen Gesellschaften und ihrer architektonischen Fähigkeiten zu vertiefen. Für Interessierte an Archäologie und Urgeschichte ist der Standort ein eindrucksvolles Zeugnis vergangener Epochen, das zum Nachdenken über die Vergangenheit einlädt.
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Häufige Fragen zu Großsteingrab Oebles-Schlechtewitz
Wo lag das Großsteingrab Oebles-Schlechtewitz?
Quelle: wikipedia
Wann wurde das Großsteingrab Oebles-Schlechtewitz untersucht?
Quelle: wikipedia
Welche Kultur wird dem Grab zugeordnet?
Quelle: wikipedia
Was wurde im Inneren des Grabes gefunden?
Quelle: wikipedia