Burg Entenburg
Highlights
- Die Burg Entenburg ist eine ehemalige Wasserburg nahe der Donau in Pfohren, erbaut um 1471 von Graf Heinrich VI. von Fürstenberg.
- Kaiser Maximilian I. weilte zweimal als Gast in der Burg, 1471 und 1510.
- Heute dient die restaurierte Burg als Privatbesitz und ist nur noch von außen besichtigbar.
Tipps
- Die Burg Entenburg kann nur von außen besichtigt werden, da sie sich in Privatbesitz befindet.
- Ein Spaziergang zum nahegelegenen Donauradweg lohnt sich für die historische Atmosphäre.
- Das Gelände eignet sich bei gutem Wetter besonders für Fotografien im Freien.
Eigenschaften
Über Burg Entenburg
Die Burg Entenburg liegt im Ortsteil Pfohren der Stadt Donaueschingen im Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg. Die ehemalige Wasserburg thront auf einer Höhe von rund 686 Metern über Normalnull und befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Donau. Ursprünglich auch als „hus zu Pforren“ bekannt, wurde das Bauwerk vor dem Jahr 1471 vom Grafen Heinrich VI. von Fürstenberg errichtet. Die Burg diente einst als Wohnsitz adeliger Familien und zählte Kaiser Maximilian I. zu ihren prominentesten Gästen, der hier mehrmals zu Besuch war und der Burg möglicherweise ihren heutigen Namen gab.
Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich die Funktion der Entenburg mehrfach. Ab dem späten 16. Jahrhundert wurde sie als Zehntscheune genutzt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgte ein umfassender Umbau, der das Erscheinungsbild des Gebäudes grundlegend veränderte. In den Jahren 1987 bis 1989 wurde die Burg von einem Ehepaar aus Überlingen sorgfältig restauriert, wobei Wert auf den Erhalt des historischen Charakters gelegt wurde. Die heutige Struktur zeigt einen quadratischen Grundriss mit vier Ecktürmen, wobei die historische Existenz dieser Türme in der Forschung umstritten ist.
Die Burg Entenburg steht heute im Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. Lediglich eine Außenbesichtigung ist möglich, was viele Besucher dennoch anzieht, da das Bauwerk mit seinem markanten Aufbau und der idyllischen Lage einen besonderen Reiz ausstrahlt. In früheren Jahren wurde die Burg zeitweise als Antiquariat genutzt, eine Innenschau war damals noch möglich. Seit 2016 ist das Gebäude in neuer Privathand und dient wieder ausschließlich Wohnzwecken. Die Anlage verfügt heute nicht mehr über den ursprünglichen Graben, doch das äußere Erscheinungsbild wurde weitgehend bewahrt.
Die Burg ist Schauplatz einer Sage, die von Kaiser Karl dem Dicken berichtet, der angeblich bei einer Entenjagd im nahen Sumpf ums Leben gekommen sein soll. Seither soll sein Geist als nächtlicher „Schnufer“ in der Gegend zu hören sein – eine Legende, die der Entenburg bis heute etwas Geheimnisvolles verleiht. Literarisch und wissenschaftlich wurde die Burg mehrfach dokumentiert, unter anderem in Werken zur Burgenforschung und regionalen Geschichte.