Stolperstein Alfred Katz und Marie Sophie Katz
Highlights
- Alfred und Marie Sophie Katz: Zwei Stadthagener Juden, deren Schicksal Teil der lokalen NS-Verfolgungsgeschichte ist.
- Ihre Namen sind in der Ausstellung ‚entrechtet – vertrieben – ermordet‘ dokumentiert als Opfer rassistischer Verfolgung.
- Die Synagoge zeigt ihre Geschichte im Kontext der jüdischen Gemeinde in Stadthagen und Schaumburg.
Tipps
- Die Stolpersteine erinnern an die NS-Verfolgung und bieten Gelegenheit, sich über die Biografien der Betroffenen zu informieren.
- In der Synagoge wird die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Stadthagen und Schaumburg in einer Dauerausstellung thematisiert.
- Die digitale Version der Wanderausstellung ‚entrechtet – vertrieben – ermordet‘ ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit lokalen Schicksalen.
Eigenschaften
Stolpersteine Katz in Stadthagen – Kultur-Denkmal
In Stadthagen erinnern zwei Stolpersteine an das Schicksal der jüdischen Familie Katz, die während der NS-Zeit verfolgt und ermordet wurde. Die Gedenksteine ehren Alfred Katz und seine Ehefrau Marie Sophie Katz, deren Leben durch die rassistischen Verbrechen des Nationalsozialismus brutal beendet wurde. Die Stolpersteine, initiiert vom Künstler Gunter Demnig, liegen im öffentlichen Raum und dienen als Mahnmal, um die individuellen Schicksale der Opfer nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Alfred Katz und Marie Sophie Katz gehörten zur jüdischen Gemeinde in Stadthagen, die seit Jahrhunderten Teil der regionalen Geschichte war. Ihre Verfolgung begann mit den systematischen Entrechtungen, die ab den frühen 1930er-Jahren einsetzten. Die Familie wurde zunehmend isoliert, ihr Besitz konfisziert, und schließlich wurden sie in die Deportationen einbezogen. Die meisten jüdischen Bürger:innen Schaumburgs wurden nach Theresienstadt oder in andere Vernichtungslager verschleppt, wo sie ermordet wurden. Die Stolpersteine in Stadthagen sind Teil eines bundesweiten Netzwerks, das an diese Opfer erinnert.
Die Erinnerung an die Katz-Familie ist eng mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Stadthagen verbunden, die heute in der restaurierten Synagoge dokumentiert wird. Dort befindet sich eine Dauerausstellung, die die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung im Landkreis Schaumburg thematisiert. Die Ausstellung „entrechtet – vertrieben – ermordet“ zeigt exemplarisch die Schicksale von Menschen, die aufgrund ihrer Religion oder Herkunft verfolgt wurden. Die digitalisierte Version der Wanderausstellung bietet Einblicke in die historischen Ereignisse und die individuellen Lebenswege der Betroffenen.
Die Stolpersteine in Stadthagen sind nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Zeichen für die Verantwortung, die jede Generation trägt. Sie mahnen dazu, die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht zu vergessen und sich für Toleranz und Menschenrechte einzusetzen. Die Gedenksteine laden dazu ein, innezuhalten und sich mit der regionalen Geschichte auseinanderzusetzen. Besonders für Schulen und Bildungsinstitutionen sind sie ein wichtiger Lernort, um die Mechanismen von Ausgrenzung und Gewalt zu verstehen.
Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, findet in der Synagoge und durch die Wanderausstellung „entrechtet – vertrieben – ermordet“ weitere Informationen. Die Ausstellung kann auch digital eingesehen werden und bietet einen umfassenden Überblick über die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung in der Region. Die Stolpersteine Alfred Katz und Marie Sophie Katz bleiben so ein stummer, aber eindringlicher Appell an die Erinnerungskultur der Gegenwart.