Denkmal/Gedenkstätte

Tuffstein-Quelle

31707 Bad Eilsen

Highlights

  • Die Tuffstein-Quelle in Bad Eilsen ist eine historische Schwefelquelle, die bereits im 19. Jahrhundert für Kuranwendungen genutzt wurde.
  • Das Brunnenhaus über der Quelle wurde 1926 erbaut und dient heute als Rehazentrum der Deutschen Rentenversicherung.
  • Ein markanter Kranz aus Kalkausfällungen umgibt den Quellbereich und prägt das Landschaftsbild im Kurpark.

Tipps

  • Die Tuffsteinquelle befindet sich im historischen Säulenhalbkreis im Kurpark und ist Teil der Brunnenpromenade, die ursprünglich 1802 angelegt wurde.
  • Das Wasser der Quelle ist stark schwefelhaltig, was zu einem charakteristischen Geruch führt – Besucher sollten dies bei einem Besuch beachten.
  • Der Kurpark mit der Tuffsteinquelle eignet sich besonders für Spaziergänge und bietet Einblicke in die Bäderarchitektur und Geschichte des Ortes.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Tuffstein-Quelle

Die Tuffstein-Quelle befindet sich im Kurpark von Bad Eilsen im Landkreis Schaumburg, Niedersachsen. Sie zählt zu den historischen Sehenswürdigkeiten des Ortes und ist Teil der klassizistischen Parkanlage, die im Zuge der Entwicklung Bad Eilsens als Kurort entstand. Die Quelle wird vom Säulenhalbkreis umgeben, der als markantes Wahrzeichen des Kurparks gilt und eng mit der baulichen und kulturellen Geschichte des Kurortes verbunden ist.

Das Wasser der Tuffstein-Quelle ist eine Schwefelquelle, deren mineralienreiches Wasser früher für therapeutische Zwecke genutzt wurde. Die Quelle war Bestandteil der Brunnenpromenade, entlang derer Kurgäste einst das heilende Wasser tranken. Um die Quelle ranken sich nicht nur medizinische, sondern auch architektonische und landschaftsgärtnerische Aspekte. So wurde beispielsweise ein Brunnenhaus errichtet, das den Zugang zur Quelle markierte und den Gästen als Ort diente, an dem sie das Wasser entnehmen konnten.

Ein besonderes Merkmal im unmittelbaren Umfeld der Tuffstein-Quelle ist eine Stieleiche mit auffallendem Wuchs. Dieser Baum hat sich über Jahrzehnte dem kalkhaltigen Untergrund angepasst, der durch die Kalkausfällungen der Quelle entstanden ist. Die Kalkablagerungen bilden einen sogenannten Kraterrand, der den Quellbereich umgibt und landschaftlich geprägt ist. Der Wurzelverlauf der Eiche spiegelt sich in der ungewöhnlichen Form der Krone wider und verdeutlicht die enge Verknüpfung von Natur und Geschichte am Standort.

Die Tuffstein-Quelle ist eng mit der Entwicklung des Kurparks verknüpft. Im Zuge der Umgestaltung des Geländes wurde das Flussbett der Aue untertunnelt, um Platz für die Parkanlage zu schaffen. Diese bauliche Maßnahme ermöglichte es, den Tuffsteinhügel zu erhalten und in die Gestaltung des Parks einzubeziehen. Die Quelle selbst ist somit nicht nur ein Zeugnis der Heilkultur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, sondern auch ein Beispiel für die technische und gärtnerische Gestaltungskunst der Zeit.

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