Kasperhaus
Highlights
- Das Kasperhaus in Bad Ems war Max Jacobs’ privates Wohnhaus und erste Spielstätte für seine Handpuppentheater-Aufführungen ab 1921.
- 1939 baute Jacobs das Puppenspielhaus in Hohnstein (ursprünglich aus Dresden) als neue Bühne – heute ein Kulturdenkmal.
- Jacobs’ Werk prägte das Hohnsteiner Kasper-Konzept, das bis heute im Traditionsverein *Hohnsteiner Kasper* weiterlebt.
Tipps
- Das Kasperhaus bietet thematische Führungen an, die die historische Entwicklung des Puppentheaters und die Verbindung zu Max Jacobs’ Werk aufzeigen.
- Ein Teil der Veranstaltungen umfasst Lesungen und Konzerte, die das kulturelle Programm des Hauses ergänzen und unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.
- Die Architektur des Puppenspielhauses aus dem Jahr 1939 ist als Kulturdenkmal geschützt und spiegelt den historischen Stil der damaligen Zeit wider.
Eigenschaften
Stadtführung Bad Ems: Entdecke Kasperhaus
Das Kasperhaus in Bad Ems ist ein historisch bedeutsames Kulturdenkmal, das eng mit der Tradition des deutschen Puppentheaters verbunden ist. Der Name geht auf den Puppenspieler Max Jacob zurück, der hier 1921 erstmals einem Kaspertheater beiwohnte und sich daraufhin für diese Kunstform begeisterte. Er erwarb Handpuppen und begann, in einem Mehrfamilienhaus – später als „Kasperhaus“ bekannt – eigene Aufführungen zu veranstalten. Sein Engagement führte 1939 zur Errichtung eines eigens dafür errichteten Puppenspielhauses, das ursprünglich aus Dresden stammte und auf der Weltausstellung 1938 in Paris präsentiert worden war.
Das Puppenspielhaus des Kasperhauses ist heute ein geschütztes Kulturdenkmal und ein zentraler Ort für kulturelle Veranstaltungen in Bad Ems. Hier finden regelmäßig Theateraufführungen, Lesungen, Konzerte und Filmvorführungen statt. Besonders prägend war Jacobs Wirken, der mit seinem Engagement für das Kaspertheater Maßstäbe setzte und bis heute als Wegbereiter dieser Kunstform gilt. Sein Erbe lebt im Traditionsverein Hohnsteiner Kasper weiter, der sich der Pflege dieser Theatertradition verschrieben hat.
Die Verbindung des Kasperhauses zu Bad Ems unterstreicht die lebendige Kulturlandschaft der Region. Während Jacobs Werk international Anerkennung fand – etwa durch die Goldmedaille auf der Weltausstellung Paris 1937 – bleibt das Kasperhaus ein Ort der regionalen Identität. Die Aufführungen verbinden traditionelle Handpuppen-Theater mit modernen künstlerischen Formaten und bieten Besuchern ein einzigartiges Erlebnis zwischen Geschichte und Gegenwart.
Das Kasperhaus ist somit nicht nur ein historisches Gebäude, sondern ein lebendiger Kulturort, der Besucher zum Mitmachen und Staunen einlädt. Ob als Familienausflug oder kulturelle Entdeckungstour – das Kasperhaus bietet ein besonderes Erlebnis für alle Altersgruppen. Die Verbindung von Theater, Musik und regionaler Tradition macht es zu einem unverzichtbaren Ausflugsziel in Bad Ems.