Fernmeldebunker Kunersdorf - Förderverein Rüsterbusch Kunersdorf e.V.
Highlights
- Seit 15 Jahren restauriert der Förderverein den originalgetreuen Fernmeldebunker Kunersdorf als Militärmuseum.
- Der Bunker beherbergte DDR-Erdantennen und Notstromsysteme für Nachrichten- und Störreserve.
- Seit 2023 zeigt die Ausstellung eine globale Sammlung historischer Modellflugzeuge.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Parkplatz ermöglicht eine einfache und barrierefreie Anreise für Besucher mit eingeschränkter Mobilität.
- Die Ausstellung von Modellflugzeugen aus verschiedenen Ländern bietet zusätzliche Einblicke in historische und technische Entwicklungen der Luftfahrt.
- Die originalgetreue Restaurierung der Anlage zeigt die technische und militärische Bedeutung der Erdantennen und Nachrichtenkabeleinführungen der DDR.
Eigenschaften
Ausflug Kulturmuseum: Fernmeldebunker Kunersdorf in Bliesdorf
Der Fernmeldebunker Kunersdorf in Bliesdorf ist ein faszinierendes Zeugnis der militärischen Technik der DDR und ein einzigartiges Ausflugsziel für Geschichtsinteressierte. Betreut vom Förderverein Rüsterbusch Kunersdorf e.V., wird die Anlage seit über einem Jahrzehnt originalgetreu restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Als Teil des ehemaligen Fernmeldenetzes der DDR diente der Bunker der sicheren Übertragung von Nachrichten und bildete ein zentrales Knotenpunkt für die Kommunikation im Krisenfall.
Besonders bemerkenswert sind die innovativen „Erdantennen“, die das Institut für Schutzbauwerke (ISB) der DDR in Zusammenarbeit mit dem Antennenlabor des RFZ in Brück entwickelte. Diese Technologie ermöglichte eine diskrete und weniger auffällige Nachrichtenübertragung im Vergleich zu klassischen Hochantennen. Der Bunker beherbergt zwei dieser speziellen Bauwerke, in denen die Kabeleinführungen verdoppelt angeordnet sind – ein entscheidender Vorteil für die Redundanz und Sicherheit der Kommunikation.
Im Inneren des Bunkers finden sich technische Meisterleistungen der DDR-Zeit: Neben einer dritten Nachrichtenkabeleinführung und der Stromversorgung war ein Lager für Ersatzteile der sogenannten Gefechts- und Störreserve (GSR) untergebracht. Dazu gehörten Antennen, Nachrichten- und Motorenersatzteile, die im Ernstfall schnell einsatzbereit sein mussten. Ein eigener Batterieraum sicherte die Versorgung mit Notstrom für kritische Systeme wie Türen, Klimaanlage, Notlicht und die Nachrichten-Gleichrichteranlage – ein Beweis für die robuste Auslegung der Anlage.
Seit 2023 ergänzt eine beeindruckende Sammlung von Modellflugzeugen aus aller Welt das Angebot des Bunkers. Diese Sammlung bietet Besuchern einen weiteren Einblick in die technische Vielfalt und den historischen Kontext der Luftfahrt. Der Förderverein legt besonderen Wert auf eine anschauliche Präsentation, die sowohl Technikbegeisterte als auch Geschichtsinteressierte anspricht.
Der Fernmeldebunker Kunersdorf ist nicht nur ein Militärmuseum, sondern auch ein Ort der Erinnerung an die technische Entwicklung der DDR. Durch die engagierte Arbeit des Fördervereins bleibt diese einzigartige Anlage erhalten und kann als lebendiges Dokument der Vergangenheit erlebt werden. Mit einem rollstuhlgerechten Parkplatz ist der Bunker zudem barrierefrei zugänglich und bietet damit allen Besuchern die Möglichkeit, diese historische Stätte zu erkunden.