Denkmal/Gedenkstätte

Ulanendenkmal

Holzgasse 2, 99947 Bad Langensalza

Tipps

  • Das Denkmal ist aus Travertin und zeigt einen nackten Reiter ohne Uniform. Es wurde 1925 enthüllt und dient als Mahnmal für gefallene Soldaten beider Weltkriege.
  • Der nackte Reiter wirkt zugleich ehrend und mahnend. Die Darstellung ohne konkrete Uniform lässt verschiedene Deutungen zu.
  • Das Werk des Bildhauers Heinrich Schwindsackl lädt zur Reflexion über Krieg und Gedenken ein.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Ulanendenkmal

Das Ulanendenkmal in Bad Langensalza ist ein bedeutendes Kulturdenkmal im Herzen der thüringischen Stadt. Es erinnert an die gefallenen Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs und zählt zu den eindrucksvollsten Gedenkstätten der Region. Das Denkmal wurde am 9. August enthüllt und steht seither als Symbol für die Opfer vieler Kriegsjahre. Seine zentrale Lage im Ort macht es zu einem wichtigen Ort der Erinnerung und Reflexion.

Gestaltet wurde das Denkmal vom Berliner Künstler Herbert Schwindsackl, der mit seinem Werk „Der nackte Reiter“ eine besondere künstlerische Aussage schuf. Der Reiter ist aus Travertin gefertigt und zeigt einen soldatenähnlichen Körper ohne konkrete Uniform. Diese bewusste Darstellung verleiht dem Werk eine universelle Ausstrahlung: Es ehrt nicht nur bestimmte Truppengattungen oder Ränge, sondern steht stellvertretend für alle gefallenen Kämpfer. Die Nacktheit des Reiters wirkt dabei zugleich ehrend und mahnend – eine künstlerische Entscheidung, die tiefgreifende Emotionen hervorruft.

Die Entscheidung, einen nackten Reiter anstelle einer traditionellen, uniformierten Figur zu wählen, verdeutlicht den künstlerischen und gesellschaftlichen Wandel der Zeit, in der das Denkmal entstand. Es spiegelt den Wunsch nach einer universellen Erinnerung wider, die über die bloße militärische Funktion hinausgeht. Die Pose des Reiters sowie die Materialität des Denkmals unterstreichen die Würde und Trauer, mit der die Opfer des Krieges gedacht werden.

Das Ulanendenkmal ist nicht nur ein künstlerisch wertvolles Werk, sondern auch ein historisches Zeugnis. Es dokumentiert die Auseinandersetzung einer Gemeinschaft mit dem Verlust und der Erinnerung an Krieg und Gewalt. Vor diesem Hintergrund hat es auch heute noch eine wichtige Funktion als Ort des Gedenkens und der Begegnung. Besucher erfahren hier eine stille, aber eindringliche Mahnung an die Vergänglichkeit des Krieges und die Notwendigkeit des Friedens.

Im Kontext der Kultur und Geschichte des Unstrut-Hainich-Kreises nimmt das Denkmal eine herausragende Stellung ein. Es lädt dazu ein, innezuhalten, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und die Bedeutung solcher Orte für die Gegenwart zu erkennen. Das Ulanendenkmal in Bad Langensalza ist somit weit mehr als nur ein Stein in der Landschaft – es ist ein lebendiges Zeugnis der Erinnerungskultur in Thüringen.

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