Denkmal/Gedenkstätte

Stuppacher Madonna

Grünewaldstraße 41, 97980 Bad Mergentheim

Highlights

  • Die Stuppacher Madonna von Matthias Grünewald entstand um 1516 und zählt neben dem Isenheimer Altar zu seinen Hauptwerken.
  • Das Gemälde wurde ursprünglich als Andachtsbild für die Maria-Schnee-Kapelle in Aschaffenburg geschaffen.
  • Heinrich Reitzmann ließ das Bild im Auftrag für die neue Kapelle seiner Stiftskirche anfertigen.

Tipps

  • Das Bild ist in einer speziellen Kapelle an der Pfarrkirche präsentiert, gut zugänglich und durch Panzerglas geschützt.
  • Frühe Anreise empfohlen, da Parkplätze begrenzt sind.
  • Führung nur mit Voranmeldung möglich, Bargeldzahlung vor Ort erforderlich.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Stuppacher Madonna: Barocke Pilgerkirche mit Wunderbild in Bad Mergentheim

Die Stuppacher Madonna zählt zu den bedeutendsten Werken der deutschen Renaissance und ist ein Hauptwerk des Malers Matthias Grünewald. Entstanden um 1516, befindet sich das Gemälde heute in einer Kapelle der Pfarrkirche Mariä Krönung im baden-württembergischen Bad Mergentheim-Stuppach. Als eines von Grünewalds herausragenden Marienbildern steht es neben dem berühmten Isenheimer Altar und zeugt von der außergewöhnlichen Kunstfertigkeit des Meisters. Ursprünglich wurde das Andachtsbild um 1514 vom Aschaffenburger Stiftskanoniker Heinrich Reitzmann in Auftrag gegeben. Es sollte in der Maria-Schnee-Kapelle der Aschaffenburger Stiftskirche aufgehängt werden. Grünewald fertigte für die Umsetzung des Auftrags eine Vorzeichnung an, die heute im Kupferstichkabinett der Staatsgalerie Stuttgart aufbewahrt wird. Das Gemälde selbst wurde mit temperabasierter Mischtechnik auf hochwertigen Nadelholzbrettern ausgeführt, deren Unterseite mit feinem Gewebe bespannt war. Das Bild zeigt die Madonna mit dem Christkind, dargestellt mit großer Ausdruckskraft und feinster Detailgenauigkeit – charakteristisch für Grünewalds Stil. Aufgrund räumlicher Engpässe in der Kapelle wurde es später in ein Triptychon integriert. 1517 beauftragte Reitzmann Grünewald zudem mit einem zweiten Motiv, das das Schneewunder darstellte. Dieses sollte neben der Madonna platziert werden. Um beide Werke in einem Altar vereinen zu können, wurde die Stuppacher Madonna als Mittelstück eines dreiteiligen Flügelaltars montiert. So entstand bis 1519 der sogenannte Maria-Schnee-Altar. Heute ist die Stuppacher Madonna ein zentraler Bestandteil der sakralen Ausstattung der Pfarrkirche Mariä Krönung in Stuppach. Die Darstellung beeindruckt durch ihre emotionale Tiefe und die meisterhafte Farbgebung. Sie gilt nicht nur als künstlerisches Juwel, sondern auch als Zeugnis der religiösen und kulturellen Strömungen des frühen 16. Jahrhunderts. Der Standort in Bad Mergentheim macht das Werk zu einem lohnenswerten Ziel für Kunst- und Kulturinteressierte aus aller Welt.

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Häufige Fragen zu Stuppacher Madonna

Wer schuf die Stuppacher Madonna?
Die Stuppacher Madonna wurde von Matthias Grünewald um 1516 geschaffen. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wo befindet sich die Stuppacher Madonna heute?
Sie steht in einem Anbau an der Pfarrkirche Mariä Krönung in Bad Mergentheim-Stuppach. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wofür wurde das Gemälde ursprünglich geschaffen?
Es diente als Andachtsbild für die Maria-Schnee-Kapelle in der Aschaffenburger Stiftskirche. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Technik verwendete Grünewald bei der Stuppacher Madonna?
Grünewald malte mit Mischtechnik, also verschiedenen Temperafarben auf Holz mit feinem Gewebeuntergrund. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia