Denkmal/Gedenkstätte

Heimatmuseum

Königstraße 32, 23843 Bad Oldesloe

Highlights

  • Das Heimatmuseum Bad Oldesloe zeigt Exponate von der Steinzeit bis zur Moderne, darunter einen 6.000 Jahre alten Schalenstein und historische Nähmaschinen.
  • Seit 1969 präsentiert das Museum in der Mühlenstraße Stadtgeschichte, Alltagsgegenstände und das Schaulager mit wechselnden Sammlungen im Dachboden der Stadtbibliothek.

Tipps

  • Ein virtueller Rundgang ermöglicht die digitale Erkundung der Dauerausstellung sowie der Exponate im Schaulager und den Magazinen.
  • Die illustrierte Oldesloe-Chronik bietet einen Überblick über die Entwicklung der Stadt von prähistorischen Anfängen bis ins moderne Jahrhundert.
  • Das Schaulager auf dem Dachboden der Stadtbibliothek zeigt ausgewählte Objekte, die nicht dauerhaft im Museum präsentiert werden können.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kulturdenkmal: Heimatmuseum Bad Oldesloe

Das Heimatmuseum Bad Oldesloe bietet einen faszinierenden Einblick in die regionale Geschichte und Kultur der Stadt. Gegründet wurde das Museum im Jahr 1931 durch den Heimatforscher Wolfgang Sonder, der eine umfangreiche Sammlung historischer Exponate zusammenstellte. Nach seinem Tod übernahm die Stadt die Sammlung und richtete 1969 in den Räumen des ehemaligen Amtsgerichts in der Mühlenstraße ein neues Heimatmuseum ein. Seitdem dient es als zentraler Ort, um die Entwicklung Bad Oldesloes von der Steinzeit bis in die Gegenwart zu erkunden.

Die Ausstellung umfasst prähistorische Funde wie den ältesten steinzeitlichen Schalenstein der Region, der auf etwa 10.000 Jahre zurückreicht. Daneben werden Alltagsgegenstände, Werkzeuge und historische Dokumente präsentiert, die das Leben der Menschen in Oldesloe über die Jahrhunderte widerspiegeln. Besonders beeindruckend ist das Richtbeil des Oldesloer Scharfrichters, das – obwohl möglicherweise nie genutzt – ein eindrucksvolles Zeugnis der lokalen Justizgeschichte darstellt.

Ein Highlight ist die Sammlung historischer Handwerksgeräte, darunter eine originale Dürkopp-Nähmaschine, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in vielen Haushalten im Einsatz war. Zudem gibt es Einblicke in die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt, etwa durch die Ansiedlung bedeutender Unternehmen wie Hako oder die Gründung der Papierfabrik im 19. Jahrhundert. Die Ausstellung zeigt auch, wie Bad Oldesloe von einer kleinen Siedlung zur Kurstadt mit Gasbeleuchtung und Pferderennen im 19. Jahrhundert wurde.

Für Schulklassen und interessierte Besucher werden regelmäßig Führungen und Workshops angeboten, die Geschichte erlebbar machen. Wer mehr über die Sammlungen erfahren möchte, findet im virtuellen Rundgang oder in den Magazinen des Museums zusätzliche Einblicke – denn nicht alle Exponate können dauerhaft ausgestellt werden. Besonders die Chronik „Vom Stein zur Stadt“ führt Besucher durch die Jahrhunderte und verbindet archäologische Funde mit historischen Ereignissen wie dem Bau der ersten Kirche oder der Gründung des Männerturnvereins 1861.

Das Heimatmuseum ist somit nicht nur ein Ort der Bewahrung, sondern auch ein lebendiges Archiv der regionalen Identität. Es zeigt, wie Bad Oldesloe von einer bescheidenen Kupfermühle zur weltoffenen Stadt mit kultureller Tradition wurde – und lädt dazu ein, diese Geschichte aktiv zu entdecken.

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