Kirche/Kloster

St. Marien (Eishausen)

Pfarrbereich Streufdorf-Eishausen, Eishäuser Hauptstraße 24c, 98646 Straufhain

Highlights

  • Die evangelisch-lutherische St. Marienkirche in Eishausen wurde 1749 unter Carl Johann von Heßberg erbaut.
  • Das Gebäude verfügt über einen sechsgeschossigen Turm mit Zwiebelhaube und eine spätgotische Sakristei.
  • Die Kirche wurde 1985 bis 1987 im Inneren umfassend renoviert, das Dach 1994 erneuert und die Fassade von 2008 bis 2017 saniert.

Tipps

  • Die Kirche St. Marien in Eishausen besticht durch ihre sanierter Fassade und den charakteristischen Turm – ein sehenswertes Architekturdenkmal auf dem Kirchenberg.
  • Nach jahrelanger Restauration erstrahlt die evangelisch-lutherische Kirche in neuem Glanz mit hellen Farben und erneuertem Dach.
  • Die barocke Innenausstattung mit Empore, Kanzel und Orgel lädt zur Besichtigung und Ruhepause ein.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Marien (Eishausen)

Die evangelisch-lutherische Kirche St. Marien befindet sich im Ortsteil Eishausen der Gemeinde Straufhain im Landkreis Hildburghausen in Thüringen. Sie zählt zu den sakralen Kulturdenkmälern der Region und zeugt von einer über 900-jährigen Geschichte. Erstmals urkundlich erwähnt wurde eine Kirche in Eishausen im Jahr 1075. Nach verschiedenen Bauphasen und Umbauten entstand das heutige Gebäude im 18. Jahrhundert unter der Leitung des örtlichen Erb- und Gerichtsherrn Carl Johann von Heßberg. Seitdem trägt die Kirche den Namen St. Marien und dient als Gotteshaus für die evangelische Gemeinde vor Ort.

Die Architektur der Kirche verbindet schlichte Formen mit charakteristischen Merkmalen barocker und klassizistischer Baukunst. Das Langhaus wird von einem roten Satteldach überspannt, während der markante sechsgeschossige Chorturm mit seiner achteckigen, verschieferten Zwiebelhaube das Stadtbild prägt. Die Fassade gliedert sich durch farbigen Sandstein und profilierte Gesimse, während die großzügige Fensteranordnung im Inneren für eine helle und einladende Atmosphäre sorgt. Der Innenraum ist schlicht gehalten, mit einer Flachdecke, einer zweigeschossigen Empore und einer historischen Kanzel über dem Altar. Im Obergeschoss der Empore ist eine Orgel untergebracht, die ursprünglich aus dem Jahr 1864 stammt und in den Jahren 2020/21 restauriert wurde. Hinter dem Altarraum befinden sich eine Sakristei mit spätgotischem Gewölbe sowie ein Gemeinderaum, der als Winterkirche genutzt wird.

Die Sakristei beherbergt zudem eine Gruft mit den Bestattungen der Familie von Heßberg, was einen engen historischen Bezug zur Bauherrschaft des 18. Jahrhunderts unterstreicht. Insgesamt drei Glocken hängen im Turm, darunter eine Bronzeglocke aus dem Jahr 1833. Die Ausstattung der Kirche wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach erweitert und restauriert, um dem kulturellen und religiösen Erbe gerecht zu werden. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Außenfassade in den Jahren 2008 bis 2017, als sie abschnittsweise saniert und zuletzt in einem leuchtenden Gelb gestrichen wurde – ein Eingriff, der die Kirche optisch erneuert und ihr ein modernes, frisches Erscheinungsbild verliehen hat.

Die Kirche St. Marien gilt als kulturelles Zentrum in Eishausen und zieht mit ihrer architektonischen Präsenz und restaurierten Fassade sowohl Gläubige als auch Besucher an. Die jüngsten Sanierungsarbeiten haben nicht nur die Substanz des Gebäudes gesichert, sondern auch dessen äußere Erscheinung erheblich aufgewertet. Die klare Gestaltung des Innenraums, die historischen Ausstattungsgegenstände sowie die ruhige Lage auf einer Anhöhe machen die Kirche zu einem bemerkenswerten Beispiel ländlicher Kirchenbaukunst im südthüringischen Raum.

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