Denkmal/Gedenkstätte

Wasserturm

Niederhofheimer Str. 43A, 65824 Bad Soden am Taunus

Highlights

  • Der 1911 erbaute Wasserturm in Bad Soden diente ursprünglich der Bewässerung der Nelkenzucht von Arthur Moll.
  • Seit 1988 unter Denkmalschutz, beherbergt der Turm heute Fledermäuse, Eulen und Falken als NABU-Projekt.
  • Aus der Turmstube bietet sich ein Panorama über Liederbach, Rheinebene und Odenwald.

Tipps

  • Im Inneren des Turms wird durch eine ständige Ausstellung des NABU die lokale Tierwelt mit Fokus auf Fledermäuse, Greifvögel und Mauersegler thematisiert und dokumentiert.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Wasserturm Bad Soden – Kulturdenkmal erkunden

Der Wasserturm in Bad Soden am Taunus ist ein historisches Bauwerk mit besonderer Bedeutung für die Region und die lokale Natur. Ursprünglich 1911 als technisches Versorgungsbauwerk errichtet, diente er dem Gärtner Arthur Moll zur Bewässerung seiner Nelkenplantagen. Der Turm war damit ein zentraler Bestandteil der privaten Landwirtschaft und ein Beispiel für die ingenieurtechnischen Lösungen der damaligen Zeit.

Seit seiner Errichtung hat der Wasserturm eine zweite, ökologische Bestimmung gefunden. Heute beherbergt er eine vielfältige Vogelwelt, darunter Fledermäuse, Schleiereulen, Turmfalken und Mauersegler. Die offene Turmstube mit ihrem charakteristischen Holzgebälk dient zudem als Ausstellungsraum für naturkundliche Themen und bietet Einblicke in die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Besonders reizvoll ist der Blick vom Wasserturm aus – von hier eröffnet sich ein weites Panorama über die Taunuslandschaft. Im Westen und Südwesten reicht der Ausblick bis nach Liederbach am Taunus und reicht sogar bis in die Rheinebene sowie hinüber zum Odenwald. Die Aussicht verbindet die historische Substanz des Turms mit der malerischen Umgebung und macht ihn zu einem faszinierenden Ziel für Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte.

Als unter Denkmalschutz stehendes Gebäude verbindet der Wasserturm technische Geschichte mit aktiver Naturschutzarbeit. Er steht damit für den bewussten Umgang mit historischer Bausubstanz und zeigt, wie alte Strukturen neu belebt werden können. Der Turm ist damit nicht nur ein Museum, sondern auch ein lebendiges Beispiel für die Symbiose von Kulturdenkmal und ökologischer Vielfalt.

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