Stadtpark

Klenze-Bau

Badstraße 31, 95138 Bad Steben

Highlights

  • Der Klenze-Bau in Bad Steben ist ein klassizistisches Badehaus aus dem 19. Jahrhundert und zentrales Gebäude im Kurpark.
  • Der Kurpark Bad Steben ist ein geschütztes Gartendenkmal mit über 150 Jahren Geschichte.
  • Er wurde nach Plänen von Leo von Klenze und den Gartenarchitekten Singer gestaltet.

Tipps

  • Im Kurpark Bad Steben lohnt sich ein Spaziergang durch den gepflegten Rosengarten mit vielen Sitzgelegenheiten.
  • Die historische Allee im Zentrum des Parks eignet sich besonders für ruhige Wanderungen und Beobachtungen der Natur.
  • Kostenlose öffentliche Toiletten sind im Parkbereich für Besucher leicht erreichbar.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Klenze-Bau

Der Klenze-Bau ist ein bedeutendes Bauwerk im bayerischen Bad Steben und zentraler Bestandteil des über hundert Jahre alten Kurparks, der seit jeher ein Ort der Erholung und Begegnung ist. Ursprünglich im englischen Landschaftsstil angelegt, entwickelte sich der Park im Zuge der Romantik zu einem Treffpunkt für Kurgäste und Spaziergänger. Mit dem steigenden Interesse an gesellschaftlichem Austausch und repräsentativer Architektur entstand um die Mitte des 19. Jahrhunderts der Wunsch nach einem repräsentativen Badehaus – umgesetzt durch den berühmten Münchner Architekten Leo von Klenze. Sein klassizistisches Gebäude, das sogenannte Badehaus, prägt bis heute das Stadtbild und bildet das Herzstück des Kurparks.

Der Klenze-Bau steht symbolisch für die Verbindung von Heilkultur und gesellschaftlichem Leben, wie es für die Entwicklung Bad Stebens als anerkannter Kurort maßgeblich war. Im Park um das Gebäude spazierten einst elegante Gäste in Biedermeiertracht, was bis heute zu besonderen Anlässen wie historischen Festen zelebriert wird. Die Gestaltung des Parks erfolgte unter maßgeblicher Beteiligung der Gartenarchitekten Arthur Andreas Singer und seinem Sohn Wolfgang aus Bad Kissingen, die den Kurpark nach Ideen des englischen und spätromantischen Landschaftsgartens formten. Heute genießt der Kurpark Denkmalschutz und zählt als Gartendenkmal zu den kulturellen Highlights des Bayerischen Staatsbades.

Ein weiterer Schwerpunkt im Umfeld des Klenze-Baus ist die enge Verzahnung mit den historischen Mineralquellen, den sogenannten Sauerbrunnen oder „Säuerlingen“, deren kohlensäurehaltiges Wasser seit Jahrhunderten geschätzt wird. Besonders erwähnenswert sind die „Tempelquelle“ und die „Wiesenquelle“, die noch heute im Kurpark aktiv sind. Bereits im 18. Jahrhundert wurde das Quellwasser wegen seiner heilenden Eigenschaften genutzt, was maßgeblich zur Entwicklung des Ortes zu einem Kurort beitrug. Die zentrale Allee, die vom Dorf zu den Quellen führt, bildet den räumlichen und funktionalen Mittelpunkt des Parks und verbindet das Badehaus mit der historischen Erschließung des Geländes.

Der Rosengarten, der sich heute im südöstlichen Bereich des Kurparks befindet, rundet das Angebot des Geländes um den Klenze-Bau optisch und botanisch ab. Ursprünglich als Schmuckgarten konzipiert, bietet er heute einen besonders reizvollen Ort zum Verweilen inmitten sorgfältig gepflegter Pflanzen und Blüten. Die gepflegte Anlage, die saubere Wegeführung, zahlreiche Sitzgelegenheiten sowie kostenlose öffentliche Toiletten tragen dazu bei, dass sich Besucher gleichermaßen entspannen wie erholen können. Mit seiner Kombination aus historischer Architektur, kulturhistorischer Bedeutung und naturnaher Gartenkunst ist der Klenze-Bau ein lohnendes Ausflugsziel im Landkreis Hof.

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