Steffesloch
Highlights
- Steffesloch ist eine 82 Meter lange Höhle bei Bad Urach-Wittlingen und seit 1991 ganzjährig betretungsverboten.
- Die Höhle hat zwei Eingänge, wobei der obere Gang einen 3 m tiefen Steilabfall und eine trockene Halle führt.
- Ein enger Schluf am Ende der Halle setzt sich etwa 20 Meter weiter fort; archäologische Funde stammen aus den Jahren 1978/79.
Eigenschaften
Über Steffesloch
Das Steffesloch, auch bekannt als Staffahöhle, ist eine historische Sehenswürdigkeit im Stadtgebiet von Bad Urach, genauer im Ortsteil Wittlingen, im Landkreis Reutlingen in Baden-Württemberg. Es liegt in den Felsen unterhalb der Ruine Hohenwittlingen und in unmittelbarer Nähe zur Schillerhöhle. Die Höhle befindet sich auf einer Höhe von etwa 630 Metern über Normalnull und ist mit einer Länge von 82 Metern eine bemerkenswerte unterirdische Formation. Seit 1991 gilt für das Steffesloch ein ganzjähriges Betretungsverbot, das den natürlichen Zustand und die Forschungsintegrität der Höhle schützen soll.
Die Staffahöhle verfügt über zwei Eingänge. Der eine ist bodennah, jedoch sehr eng, während der andere Eingang einige Meter über dem Boden liegt und über eine in den Fels geschraubte Leiter erreicht werden kann. Von hier aus ist ein aufrechter Gangzugang möglich. Nach einem fünf Meter langen Vorraum folgt ein drei Meter tiefer Steilabfall, der den Zugang zu einer geräumigen und stets trockenen Höhlenhalle bildet. Am östlichen Ende setzt sich die Höhle in einem etwa 50 Zentimeter hohen Schluf fort, der weitere zwanzig Meter weit führt. In tiefer gelegenen Bereichen verzweigt sich der Gang und wird bis zu drei Meter breit sowie zwei Meter hoch. Ein neu entdeckter Teilgang vom unteren Eingang aus ist nur schleppend begehbar und beherbergte in den späten 1970er Jahren eine archäologische Grabungsstelle mit paläontologischen Funden.
Der Weg zur Höhle ist anspruchsvoll. Er führt zunächst entlang des Albvereinswegs von Georgenau nach Hohenwittlingen. In der vierten Kehre zweigt ein unmarkierter Trampelpfad ab, der durch dichtes Gestrüpp und auf rutschigen Wegen zum Ziel führt. Der Zustieg erfordert Trittsicherheit und ein gewisses Maß an Klettergeschick, da der Einstieg zur Höhle nur über befestigte Steigeisen möglich ist. Aufgrund des Betretungsverbots ist ein Eintritt nicht gestattet, dennoch zieht die markante Höhleneingangslage und die landschaftliche Lage unterhalb der Hohenwittlinger Ruine Besucher an, die die natürliche und kulturelle Bedeutung des Ortes schätzen.
Die Bezeichnung „Staffahöhle“ leitet sich aus dem Roman „Rulaman“ (1878) des bad uracher Schriftstellers David Friedrich Weinland ab, in dem die Höhle als Versteck des legendären Räubers Staffa eine Rolle spielt. Diese literarische Verbindung trägt zur kulturellen Bedeutung des Naturdenkmals bei. Mit einer Bewertung von 4,7 von 5 Sternen bei sieben Bewertungen wird das Steffesloch als sehenswertes Kulturdenkmal wahrgenommen, das sowohl naturkundliches als auch literarisches Interesse weckt.