Kirche/Kloster

Franziskanerinnenkloster Waldsee

88339 Bad Waldsee

Highlights

  • Das Franziskanerinnenkloster Reute wurde 1403 von fünf Frauen gegründet, darunter Elisabeth Achler.
  • 1869 erwarben Schwestern aus Ehingen die Gebäude und belebten das Kloster neu.
  • Heute leben über 200 Franziskanerinnen auf dem Klosterberg und engagieren sich weltweit.

Tipps

  • Das Franziskanerinnenkloster Reute lädt Besucher herzlich zu Führungen und Andachten ein.
  • In der Klosterkirche finden regelmäßig Konzerte und spirituelle Veranstaltungen statt.
  • Der nahegelegene Schorrenried bietet Einblicke in die jungsteinzeitliche Siedlungsgeschichte.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Sakral: Franziskanerinnenkloster Waldsee in Bad Waldsee

Das Franziskanerinnenkloster Waldsee befindet sich im Ortsteil Reute der Stadt Bad Waldsee im Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg. Es ist ein Ort der Spiritualität, Gemeinschaft und sozialen Verantwortung, der die Lebensweise des heiligen Franz von Assisi lebendig werden lässt. Die Schwestern leben hier als Gemeinschaft und bieten verschiedene Angebote für Körper, Geist und Seele im Franziskanischen Zentrum an. Neben Kursen, Exerzitien und Gesundheitstagen richtet sich das kulturelle und spirituelle Programm auch an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene – von Kommunionfeiern über Sommerfreizeiten bis hin zu Auszeit-Wochenenden.

Die Geschichte des Klosters reicht weit zurück: Bereits im Mittelalter, genauer im Jahr 1403, gründeten fünf Frauen das Franziskanerinnenkloster Reute. Eine der Gründerinnen war Elisabeth Achler, später als „Gute Beth“ bekannt, eine aus Bad Waldsee stammende seliggesprochene Frau, deren Grab und Lebensgeschichte heute noch im Klosterbezirk zu sehen sind. Nach einer Zwangsaufhebung im 18. Jahrhundert erwarben 1869 Schwestern aus Ehingen die Gebäude und belebten das Kloster neu. Heute zählt es über 200 Schwestern und ist Ursprung vielfältiger Missionsarbeit weltweit.

Ein besonderer Teil der Klosterlandschaft ist die barocke Pfarr- und Wallfahrtskirche auf dem „Klosterberg“, die mit Fresken aus dem Leben der Guten Beth sowie dem Gut-Betha-Brunnen und der Franziskuskapelle zu den sehenswerten Elementen des Geländes zählt. Der Kreuzweg im Park und der weitläufige Klosterfriedhof laden zum Innehalten und Verweilen ein. Auch das Exerzitienhaus St. Elisabeth hat eine bedeutende Geschichte: Es wurde während der NS-Zeit kurzzeitig zur Unterbringung von behinderten Menschen genutzt, die zuvor aus der Tötungsanstalt Grafeneck verbracht worden waren – alle untergebrachten Personen überlebten diese dunkle Zeit.

Im Klosterladen finden Besucherinnen und Besucher eine Auswahl an hausgemachten Produkten sowie wechselnde Angebote, die sich mit der Jahreszeit und den Anlässen des christlichen Gedenkkalenders verbinden. Daneben bietet eine kleine Literaturauswahl die Möglichkeit zum Stöbern und Informieren über franziskanische Spiritualität. Das Kloster ist somit nicht nur ein geschichtsträchtiger Ort, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt für Menschen, die sich geistig weiterentwickeln oder einfach nur Ruhe suchen.

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Häufige Fragen zu Franziskanerinnenkloster Waldsee

Wann wurde das Franziskanerinnenkloster Reute gegründet?
Das Franziskanerinnenkloster Reute wurde im Jahr 1403 von fünf Frauen gegründet. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wer war Elisabeth Achler und welche Rolle spielte sie im Kloster?
Elisabeth Achler (1386–1420), auch bekannt als Gute Beth, war eine der Gründerinnen des Klosters Reute und gilt heute als seliggesprochene Waldseerin. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was geschah mit dem Kloster Reute im 19. Jahrhundert?
1869 erwarben Schwestern aus Ehingen die Klostergebäude und belebten das Kloster als Franziskanerinnen von Reute neu. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wie viele Franziskanerinnen leben heute im Kloster Reute?
Heute leben über 200 Franziskanerinnen im Kloster Reute, das auch Ursprung vieler Missions-Aktivitäten ist. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche historische Bedeutung hat das Kloster während des Nationalsozialismus?
Im Jahr 1939 mussten die Schwestern ihr Exerzitienhaus St. Elisabeth für die von der Gekrat organisierte Unterbringung behinderter Menschen räumen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia